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      Hi Phil,

      das wird ganz sicher ein tolles Aquarium!
      Wobei die gute Gestaltung eines Raumteiler-Aquariums schon eine größere Herausforderung darstellt.
      Ich habe schon so manche gesehen, einige sahen grottenschlecht aus, aber sehr viele auch richtig gut.
      Bei Deiner akribischen, aber sehr guten Planung wird Dein Becken wohl unter die Guten fallen.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Danke für die Rückmeldung.
      Mal sehen was ich so hinbekommen werde. Ihr werdet mich hoffentlich drauf aufmerksam machen, was nicht gelungen ist. 3,4 Tage habe ich zur Umgestaltung, solange ziehen die Fische in meine Reserveaquarien - so der Plan.

      Man braucht ein wenig Händchen, gute Idee und vor allem gutes Material in Form von Steinen und Wurzeln. Das erst angedachte 160x80 hätte etwas mehr Möglichkeiten geboten aber wollen wir mal nicht größenwahnsinnig werden. Dieter, wie du es gestern schriebst: große Becken sehen eben nicht immer und zwangsweise gut aus!

      Es ist auch nicht jeder Fisch geeignet für solch ein Becken.
      Mehr Einblicke bedeuten auch weniger Ruhe! Den Schmerlen und vor allem Prachtschmerlen wird das nicht sehr gut gefallen.
      Den Barben und Fransenlippern und Fadenfischen wird es wohl egal sein...
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Sodele,
      ich mache hier mal weiter, am Besatz hat sich wenig geändert.

      Das Becken war Ende Januar/Anfang Februar umgezogen und zunächst etwas kahl.
      Die Einrichtung machte aber Spaß, gelang mir ganz gut und den Fischen geht es gut. Es gab keine Ausfälle - nur wenige altersbedingt...

      1 Mosaikfadenfisch, den ich die Tage evakuieren werde, es ist ihm zu hektisch.
      2/0 Kyathitbärblinge
      3 Mausschmerlen
      4 Prachtschmerlen
      2/3 Grüne Fransenlipper
      10 Fünfgürtelbarben
      11 Zebraschmerlen
      ~30 Tüpfelbärblinge

      ... und zwei eingeschlichene Welse: 1x L181 und 1xL201... die waren schlauer als ich...



      Jetzt leuchten zwei 54 Watt Röhren drüber und ich habe morgens und abends auf sparsame LEDs. Ich habe also eine 54W Röhre ersetzt.
      Das Wasser hat sich ja recht massiv verändert, wie auch der Standort. Um Einiges härter, um einiges mehr Nitrat, viel mehr Sonne!

      Die Pflanzen habe nach Pflanzplan eingebracht.

      Pflanzplan 130x60.jpg

      So schaut es aktuell dann aus.

      Scheibe Essbereich.jpg

      Seitenscheibe.jpg

      Leider klappte bei bisher einem Versuch keine flache, kleine H. quadricostatus. Da lege ich aber nochmal nach. Insgesamt ist das Pflanzenwachstum leicht gehemmt. Ich komme später drauf zurück.

      Das Becken erscheint aktuell leicht milchig. Vielleicht wird es Zeit für die erste Filterreinigung. Ich habe zwei lose befüllte JBL e901 Töpfe dran hängen, die hinter einer Vor-Filterkammer (links und rechts je ein Stück Rückwand mittig an die Seitenscheibe geklebt und mit 5cm grober Filtermatte verbunden) einsaugen. Da saug ich dann beim WW den Mulm grob raus. Dahinter steckt auch das bissl Technik, WW passiert etwa 40% die Woche. Dazu gibt es knapp 50ml Milchsäurebakterien. Ehrlicherweise sehe ich wenig Effekt. Meine Filterschläuche sind beispielsweise nicht makellos sauber, so wie das hier im Forum schon beschrieben wurde!

      Ausgangswasser
      Mein Wasser kommt folgendermaßen aus der Leitung:
      Wasserwerte mb.jpg

      Im Becken ermittele ich etwa 1mg/l PO4, gut 50mg/l NO3, 12°GH - soviel zu den wichtigeren Werten.
      Ich dünge wöchentlich nach dem WW und gleichzeitig mit den MSB etwa 15 - 20ml Ferrdrakon dazu.
      Die Pflanzen bekamen anfangs einige Tonkugelchen (Terrdrakon SE) sowie Sera florenetten. Im Sommer hatte ich das weggelassen, weil es nicht recht anwuchs und schon einiges an Kieselalgen und Grünalgen da war - direkte Sonneneinstrahlung und an die 30°C waren da nicht ganz optimal. Mittlerweile ist es viel besser,
      Dr. Kremser hat mir gerade diesen Dünger (Eudrakon P) empfohlen:
      https://www.drak.de/de/eudrakon-p-loesung
      und auf das Redfield-Verhältnis (Frank hatte mir das vor einer ganzen Weile schon einmal ans Herz gelegt - ist in Vergessenheit geraten) verwiesen - ich glaube es waren 7:1 (Stickstoff zu Phosphor). Klingt als limitierenbder Faktor total plausibel bei einem Verhältnis von 50:1 in meinem Becken :)
      Ich werde wohl nicht ganz riskieren zu viel Phosphat einzutragen, aber wohl mal testweise und sehr langsam einige Hübe beim wöchentlichen Wasserwechsel hinzugeben. Ebenso wie die NPK Kugeln, die es ja auch gibt.

      Tja, so ist mein Stand.
      Was ich aber total genial finde sind meine neuen alten Familienmitglieder, meine Prachtschmerlen.: Sitzen wir beim Essen, liegen sie in der vordersten rechten Ecke und scheinen uns zu beobachten. In Wahrheit wissen die schon ganz genau, wann auch was für sie abfällt. Ich finde sie nach wie vor Spitze. Sie haben sich jetzt in 10 Monaten auch an den geräuschpegel und Menschen im Wohnzimmer gewöhnt und sind ganz zutraulich. Super!

      Was denken ihr dazu?
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Moinsen Phil,
      was sind bitteschön Mausschmerlen?
      Prachtschmerlen waren früher auch immer meine "Kinderchen" die sind wirklich extrem neugierig und auch "Streicheltiere" habe ich aber gelassen nach einiger Zeit>>> Creme etc.
      Schön dass es bis auf altersbedingte Ausfälle läuft, viel Glück weiterhin!
      Aber wenn Mausschmerlen Fledermausschmerlen sind, dann sehe ich rot...
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Mosaikfadenfisch evakuiert, Trichogaster cf. labiosa eingesetzt und sie blubberten gleich.
      Jetzt sind sie zwar vom Charakter eine ganz andere Nummer als ein Trichopterus leeri aber sie haben aufgehört zu blubbern. Ich hab direkt mal ein 88l Becken bereitgestellt. Muss ich noch fluten, dann schauen wir mal was ich hinbekomme...

      Trichogaster cf. labiosa Paar.jpeg

      Trichogaster cf. labiosa.jpeg
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Hi Leute,
      die beiden machen mir richtig Spaß!
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      Alexander von Humboldt
      Hi Phil,

      das glaub ich Dir gerne.
      Die Fische sind nicht nur so richtig schön, sie scheinen ja auch gut zu harmonieren.
      Es wäre ja mal richtig toll, wenn Du irgendwann mal welche groß bekämst.

      Labyrinthfische zum Ablaichen zu bringen, ist ja meist nicht die schwierigste Aufgabe.
      Bei manchen Arten kann man das ja sogar kaum verhindern.
      Aber die Brut zum Schlupf zu bringen und vor allem sie später mit dem richtigen Futter zu versorgen, das ist schon eine andere Hausnummer.

      Ich habe es vor zig Jahren mal mit der goldenen Zuchtform des Blauen Fadenfisches gemacht. Ich kann da nur schätzen, wie groß die Einzahl war, auf jeden Fall mehrere Hundert. Geschafft haben es aber nur so knapp 30 Fische, die auch groß geworden sind. Als Erstfutter habe ich damals Infusorien genommen, das werde ich wohl nie vergessen. Ich hatte Bananenschalen einfach in eine Schüssel mit Wasser gepackt und das dann längere Zeit stehen lassen. Das Unvergessliche dabei war aber lediglich der Ärger, den ich wegen des Gestanks bekommen habe. Auf diese Weise Infusorien züchten durfte ich zweimal gleichzeitig, nämlich zum ersten und zum letzten mal. :D

      Heute würde ich das aber auch einfacher machen. Da gibt es von der Firma Hobby das Produkt Protogen (????), was man einfach in Wasser auflöst und dann mit einer Spritze inmitten des Jungfischschwarmes spritzt. Jedenfalls habe ich so noch im Kopf.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

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      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Hey Benni,

      Archivar wrote:

      Hey Phil,

      die sehen schon richtig gut aus.


      jawoll, erhaltenswert!!!
      Da hast du recht.

      Ist die dunkle Schnauze und Kehle beim Männchen eine Art Laichzeichnung?

      Schwimmt das Pärchen jetzt extra in 88 Liter?


      Die dunkle Schnauze ist einem Schattenspiel geschuldet :) Sie sehen bei der tiefstehenden Sonne (das Becken wird ordentlich bestrahl an einem sonnigen Wintertag) einfach so genial aus. Mir fällt es dann nicht leicht auch ein gescheites Bild zu zaubern. Eines hab ich geschossen... und euch vorenthalten. Schaun wir mal!
      Aber du hast recht! Der Kerl wird, wenn es ernst wird im Liebesspiel von der Schnauze bis zur Körper(mitte?) richtig rußgrau. Fantastische Wandlung. Lange nicht mehr so variable und hübsch gefärbte Fische gehabt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag spielten wir einige Stunden Brettspiele - ich saß mit dem Blick zum Schaumnest und konnte viele 'Umschlingungen' beobachten. Als der Laich kam, waren die Bärblinge unwiderstehlich dabei das Nest zu räubern.

      Aber ertappt hast du mich auch, ich hab sie noch nicht angesetzt. In den nächsten Tagen werd ich das mal angehen. Ein "kleines Zuchtregal" ist am Entstehen.... nächste Woche!
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      Alexander von Humboldt
      Moin!

      In diesem Becken begeistern mich besonders die Prachtschmerlen einfach nachhaltig. Liegen immer an der Seite, an der die Familie unterwegs ist. Kuscheln, stellen sich tot, knacken, imponieren sich mit totaler Graufärbung - geil!
      Mein Ziel ist es das Becken in 5 Jahren durch etwas adäquateres, weil größeres, logisch, zu ersetzen. 150x70x60 mit Filterbecken könnten machbar sein.

      Prachtschmerlen I.jpg Prachtschmerlen II.jpg Prachtschmerlen III.jpg

      Tüpfelbärblinge.jpg

      So lange das noch Zukunftsschäume sind, widme ich mich dem Becken.

      volles Licht kurz vor Sonnenuntergang II.jpg

      volles Licht kurz vor Sonnenuntergang.jpg

      Abendstimmung ohne T5 Beleuchtung.jpg

      Eine der drei 54W T5 Röhren ersetzte ich durch ein bissl LED. Das war Mist. Jetzt habe ich die LED-Front weiter ausgebaut, mehrere Leisten mit unterschiedlichen Lichtfarben und Spektralbereichen integriert und es wirkt VIEL besser. Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Kombination mehrerer Spektren, weil LEDs sonst einfach 'zu fad' sind und die Photosynthese nicht adäquat abläuft. Es werden ja auch Spektralbereiche (die Leuchtstoffröhren im Gegensatz. eben auch haben, die aber nicht sichtbar sind) absorbiert, die LEDs eben nicht in der Intensität zur Verfügung stellen. Dort wird dann Hellgrün adsorbiert und es sieht gut aus - ist es aber nicht.

      Ich nutze Produkte von ledaquaristik.de/, konkret eine kleine Grow, eine mittlere Polar 7500k, eine Day 5500k, eine Tropic 4500k und eine Sunset3500k und simuliere damit die unterschiedlichen Tageslichtphasen, morgens kaltweiß, abends Alpenglühn.

      Mein Abmischen ist noch nicht perfekt. Bester Farbe für alleine ist Tropic. Die Kelvinzahlen weichen optisch von denen der Leuchtstoffröhren ab - finde ich.
      Ergänzend arbeiten zwei T5 54 Watt Röhren (die immer noch das schönere Licht werfen) mit 940er und 965er Röhre).

      Das Aquarium braucht mittags etwa 205 Watt - Beleuchtung also maximal 185 Watt, wenn ich die beiden Topffilter abziehe.

      Die Leisten hatte ich mit mitgelieferten Klammern angebracht aber durch Materialermüdung klatschten die mir immer mal ins Wasser - da bekomme ich ne Krise :cursing:
      Daher habe ich sie nun mit Aluprofilen in Vierkantform angeordnet, diese leiten zudem die Wärme ab.

      Das Becken ist gerade noch Dschungel. Der funktioniert leider grade am besten... ich führe aber einen Plan im Kopf und dieser wird sich sicher bald zeigen, wenn ich mal wieder ausgelichtet habe.

      Zuerst aber ein paar Schritte:
      Abdeckung reinigen und in Schuss bringen.
      Beide Topffilter reinigen - erste Reinigung seit Beckenstart Anfang Februar 2018. Fazit, der enger bestückte war schlammiger als der locker bepackte. Hab ich so gelassen, klappt.
      Vorfilter HMF-Kammer absaugen.

      Dann geht es die Tage darum, neue Struktur zu schaffen.

      Schaun mer mal!
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt

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      Einige Berichte aus dem Becken.
      Insgesamt musste ich dieses Jahr die ersten toten Schmerlen herauskeschern. Neben zuletzt einer Mausschmerle (Tod durch Kampf?) waren es vorher eine alte striata und ein großes (altes) striata- Aufnahmetier, das schon lange mäkelte.

      Meine striatas müssten ins 12. Jahr gehen und zeigen überhaupt keine Alterungszeichen.

      Zuletzt fiel mir auf, dass zwei größere Tiere helle Stellen seitlich am Körper in Höhe der Brustflosse hatten. Schlimmer wurde da nix und genau anschauen ist bei den Tieren schwer. Störend nahm ich das nicht wahr. Vielleicht ein Laichausschlag? Ich muss mal recherchieren. Meine Zeit ist aktuell knapp bemessen.

      Weiterhin habe ich ja noch zwei Trichogaster labiosa ind wildfarben. Das alte Weib vom Tillmannbesuch 2018 und eine Nachzucht, die jetzt langsam ausgewachsen ist und aus dem Sommer 2019 stammt. Die Färbung war exakt der des Weibchens doch langsam wächst die Rückenflosse und zeiht spitz aus. VIELLEICHT bekomme ich eine nicht erhoffte Möglichkeit die tollen Fische zu behalten, auch wenn er an den Papa nicht ansatzweise heranreicht. Der war so genial, aber schnell verschlissen durch Fortpflanzungstätigkeit.

      Die Co2 Anlage läuft und die Pflanzen wachsen sichtbar besser, das war genau die richtige Investition!

      Gerade musste ich ausmisten. In einer Woche knipps ich euch mal was ;)
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      Alexander von Humboldt