Westafrika - krautiges Ufer in Kamerun

      Westafrika - krautiges Ufer in Kamerun

      Hallo Leute,

      hier der erste Teil meines neu wieder aufgeschlagenen Westafrika Kapitels.

      Das Becken wird mit einem extra großen Selfmade Hmf Block gefiltert, beheizt wird wie immer über die Raumtemperatur.
      Die Wurzeln und Anubias imitieren das Uferdickicht in dem die kleineren Fischarten dieser Biotope meist den nötigen Schutz finden.
      Entsprechend gedämpft wird das Becken mit einer Led Warmlichtleiste von Ikea beleuchtet.
      Besetzt ist das Becken mit einer kleinen Gruppe Poropanchax normani und einem Paar Pelvicachromis kribensis bova ( welche vermutlich sehr nahe an Moliwe sind oder sogar identisch).
      Da die Tiere bisher an normales Leitungswasser gewöhnt sind, habe ich zunächst nur mit SMB und Erlenzapfen angefangen. Je nach Notwendigkeit wird dann auf Dauer mit Osmosewasser verschnitten. Für diese Pelvicachromis Variante dürfte der nahezu neutrale Ph Wert ausreichen.

      Das Pelvicachromis Paar buddelt bereits die Kokosnuss in Position, allerdings muss das Weibchen wohl noch etwas ansetzen. Angefüttert wird aber erstmal mit magenschonender, leichter Kost in Form von Grünflocke und Cyclops.

      Zunächst einmal eine Gesamtansicht.
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      Grüße aus Moers!

      Lennart

      Post was edited 1 time, last by “Hoyzer” ().

      Hi Lennart,

      da hast Du ein ganz tolles Projekt begonnen.
      Die ganzen kleinen Westafrikaner sind halt sehr interessante und richtig schöne Fische, wobei ich von Deiner Variante auch noch nie gehört habe. Wenn sie der Moliwe-Variante ähnlich sind, dann können sie nur toll aussehen.

      Das Aquarium mit dieser Einrichtung und auch das Wasser sollten eigentlich passen.
      Die Aktivitäten mit der Kokosnuss bestätigen das ja auch vollkommen.

      Wenn Dir gute Fotos oder auch ein Video gelingt, dann würde ich das sehr gerne sehen.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Hallo Frank, hallo Dieter,

      freut mich, dass euch die Kerlchen auch begeistern (von Franks Westafrikafaible wusste ich natürlich, habe im Vorhinein nochmal alle zugehörigen Themen verschlungen :) ). Die Westafrika Fangemeinde ist ja doch übersichtlich, zudem scheint es zunehmend ruhiger zu werden.

      Nun habe ich auch ein paar Fotos schießen können, alle Tiere haben sich wirklich super eingelebt.
      Das Männchen der Pelvicachromis wechselt unheimlich schnell seine Farbe. Im einen Moment leuchtet er total gelb, dann schlägt es wieder blitzschnell ins bräunliche um. Ich denke er braucht auch noch ein wenig Substanz und beide sind noch recht klein.

      Ich habe auch einen Kartenausschnitt angehangen, dort sieht man die Ortschaft Bova die gerade mal 20km nördlich von Moliwe liegt. Relativ nah liegt auch Muyuka eine weitere Variante die für mich auch sehr ähnlich aussieht.

      Für mich wirkt diese Variante tendenziell etwas gelblicher als Moliwe, wenn es sich denn wirklich um eine eigene Variante handeln sollte... ;)
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      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hallo Lennart,

      Die Tiere weisen Ähnlichkeiten mit der Moliwe-Form auf. Das Weibchen stärker als das Männchen. Die Muyuka-Form und andere Formen der Region sind allerdings ein Artefakte, die dadurch entstanden sind, dass Fänger verschiedene Naturformen in Gewässern ausgesetzt haben, die näher an ihrem Wohnort gelegen waren, um nicht immer so weite Fangtouren unternehmen zu müssen. Es spricht m.E. einiges dafür, dass auch die Bova- Form in diesen Umkreis gehört. Schön sind sie allemal! Moliwe dürfen eher etwas kühler gehalten werden, bei 23-24 Grad. Und sehr ballaststoffreich ernähren, sparsam, nicht überfüttern. Aber du bist ja selbst ein alter Hase!
      Tank sei Dank! :howl:
      Frank

      VDA 11/008/0342
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      Mein YouTube-Kanal: youtube.com/channel/UCfVWi5UoB…pP5H0Q?view_as=subscriber


      Hey Lennart,
      wunderbare Pelvis!

      Ich hatte vor einer Weile einige Westafrikareisedokus verschlungen. Ich meine es waren Darstellungen unterschiedlicher Reisen u.a. von Uwe W. und Konsorten, ein oder zwei in der Amazonas, dann hast du sie ja auch gelesen. Echt spannend.

      Mit gefallen die Cichliden fast ausnahmslos sehr gut!

      Sehr schön auch die tolle Vergesellschaftung, da kommt Freude auf.
      Geschickte Behälteraufteilung mit nem Schaumstoffblock in der Mitte, da können die beiden Fangen spielen, wenn es mal zum Verlust der Brut oder sonstigen Verständigunggsschwierigkeiten zwischen Mann und Frau kommt :)

      Leider sind meine Behälter zu klein bzw. das Wasser zu hart. Da passen einige die Südamis wahrscheinlich besser.

      Woher stammen deine Tiere?
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Hi Frank,

      ah sehr gute Infos, danke :)
      Ja die beiden bekommen das pflanzliche Flocken Futter, das in allen Becken als Hauptfutter fungiert. Dazu jetzt erstmal nur Cyclops. Lieber zu wenig als zu viel, wie du schon sagst!

      Hi Phil,

      ja der Filter ist doppelt praktisch so, auch wird er abgeweidet. Darunter ist auch noch Platz, zusammen mit der Anubias auf höheren Etagen reichlich Versteckmöglichkeiten. Anfangs jagte der Mann das Weibchen dann saß es aber ganz entspannt oben auf einem Blatt, dorthin geht er gar nicht. Seit heute Mittag sitzen beide dauerhaft in Kokosnuss Nähe ^^

      Die Tiere sind von Ruinemans, daher die Vorsicht bei der Varianten Angabe bzw Bezeichnung :D
      Wie Frank schon mit dem nächsten Import ansprach, haben die aktuell einiges aus West und Zentral Afrika.

      In weiser Voraussicht habe ich das gleiche Becken direkt nochmal :D (Auf dem Foto schwammen überall noch die Wurzeln)
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      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hi Lennart,

      in meiner züchterischen Zeit habe ich auch so einige Westafrikaner gepflegt und teilweise auch vermehrt bekommen.
      Dazu zählten Pelvicachromis subocellatus, mehrere Taeniatus-Varianten und auch ein paar andere Arten.
      Begeistert haben mich diese Zwerge einfach immer schon.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Hi Dieter,

      ja die kleine West- und Zentralafrikaner haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Mir hat das grundsätzlich etwas stabilere, kompaktere Aussehen und Verhalten auch immer besser gefallen als z.b. Apistogramma im Vergleich, was natürlich reine Geschmackssache ist :)

      Früher hatte ich sehr lange ein Anomalochromis thomasi Paar, welches mir viele Jungen und Freude bescherte.
      Auch mit P. pulcher klappte alles problemlos.
      Irgenwann wollte ich dann mal mein damaliges 200l Becken komplett auf Westafrika umfunktionieren, doch das gelang leider nicht nachhaltig. Ich kann mich noch erinnern, dass dort Psuedocrenilabrus nicholsi, eine P. taeniatus Variante (vermutlich Nigeria Rot) und Nanochromis transvestitus eingezogen sind, wovon ich die Nanochromis gefühlt ab Einsetzen direkt vermisste.
      Einzig die P.nicholsi hatte ich dann jahrelang.

      Umso mehr freue ich mich jetzt auf die neuen Erfahrungen mit diesen Gattungen :)
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hallo, Lennart ! Alles Gute für 2021. Danke für die tollen Bilder und deinen Bericht :thumbsup:
      Habe mal im letzten Jahr Erlenholz- Höhlen eingebracht, nix mehr zu finden / Weichholz ! Alles
      wohl weg geraspelt....
      Euch einen fischigen, lieben Gruß aus Greven, Claus :00000441:
      Hallo Lennart,

      Hoyzer wrote:

      Irgenwann wollte ich dann mal mein damaliges 200l Becken komplett auf Westafrika umfunktionieren, doch das gelang leider nicht nachhaltig. Ich kann mich noch erinnern, dass dort Psuedocrenilabrus nicholsi, eine P. taeniatus Variante (vermutlich Nigeria Rot) und Nanochromis transvestitus eingezogen sind, wovon ich die Nanochromis gefühlt ab Einsetzen direkt vermisste.
      Einzig die P. nicholsi hatte ich dann jahrelang.

      Die P.nicolsi sind dermaßen dominant und schwimmfreudig, dass zarter besaitete Arten zu beeinträchtigt sind. Es wundert mich nicht, dass der Versuch damals in die Hose ging. Das wird in den Artbecken jetzt sicher anders!
      Generell solltest du Nanochromis und Congochromis lieber dierekt vom Züchter kaufen. Nix gegen TT, aber in den Händlerbecken werden sie meist falsch gefüttert, haben zu viel Stress und/oder die Bakterienflora passt nicht und wenn sie dann erstmal fädig weiß abkoten und eingefallene Bäuche zeigen, kannst du die Tiere i.d.R. abschreiben.
      Nanochromis transvestitus Nachtzuchtstämme sind mittlerweile recht stabil, allerdings musst du sehr weich und sauer züchten, d.h. das wird ohne Osmosewasser oder Kationentauscher nichts. Für N. transvestitus, , N. dimidiatus und Congochromis sabinae (Green speckle) habe ich sehr gute Adressen! Kann ich dir bei Interesse gerne vermitteln, in Vechta bzw. Schweinfurt. Pelvicachromis silviae und drachenfelsi bekommt man gegenwärtig auch gut! Gerade die P. drachenfelsi finde ich super, vielleicht auch eine Option?
      Tank sei Dank! :howl:
      Frank

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