Amazonasbecken Besatz

      Amazonasbecken Besatz

      Hallo,

      ich möchte mir demnächst ein 250 Liter Amazonasbecken mit den Maßen 100cm*50cm*50cm zulegen. Darin möchte ich auch Fische nachzüchten. Deswegen meine Frage an euch, was empfehlt ihr mir so beliebtes (L-Welse,Corydoras usw..)? Welche Fische gibt es, die nicht an den Nachwuchs anderer gehen? Corydoras fressen ja leider Gelege,das heißt,wenn ich zB. L-Welse züchten will müsste ich das Gelege rausholen. Was sind eure Vorschläge?
      Ein Problem ist,dass das Becken in den Keller kommt und ich dort nur Grundwasser habe. Kann man Grundwasser nehmen oder ist das zu riskant? Wenn nicht muss ich mir halt einen sehr langen Schlauch holen,der durch das ganze Haus reicht. :D

      Gruß,
      Niklas.
      Hallo,

      wenn die Zucht oberstes Ziel ist, hat sich die Frage mit der Vergesellschaftung eigentlich fast erledigt. Dann würde ich ein Artenbecken anlegen und vielleicht noch einen Putztrupp aus nicht laichfressenden Schnecken dazu tun.

      Meinst Du mit Grundwasser Leitungswasser oder tatsächlich aus dem Erdreich hochgepumptes Wasser?
      Gruß

      Henning
      Hallo Niklas,

      bevor wir jetzt herausfinden, welche Fische generell geeignet sind, müssen wir noch mal über das Wasser sprechen.
      Henning hat ja schon die wichtige Frage gestellt, ob Du wirklich reines Grundwasser meinst.

      Wir sollten jetzt erst einmal wissen, wie die Werte des Wassers so sind.
      Und zwar nicht nur von einem Tag, sondern über einen etwas längeren Zeitraum.
      Grundwasser ist ja auch in Bewegung, darum könnte es theoretisch Schwankungen im Wasser geben (meine ich jedenfalls).

      Ich selbst habe noch nie bewusst mit Grundwasser hantiert.
      Wie sieht es da denn mit der Temperatur aus?
      Ich könnte mir vorstellen, das es ziemlich kalt ist.
      Wenn das so ist, dann wären Wasserwechsel bei sehr vielen Fischen ja schon ein Problem.
      Da würde ich dann lieber nicht mit Fischen arbeiten, die hohe Temperaturen brauchen, ganz besonders bei der Zucht.

      Ach, eine Frage fällt mir noch ein: wohnst Du in einem Gebiet, wo auch nur annähernd die Gefahr von Verunreinigungen des Wassers durch eine Industrie oder auch intensiver Landwirtschaft besteht? Dann solltest Du das Projekt sofort aus den Augen verlieren.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Moin Niklas ! Willkommen in der Runde. So wie sich das anhört, bist du Anfänger im nassen Bereich.
      Ist auch wirklich OK, wir sind ja alle mal angefangen ( vor 40 Jahren). Abgesehen von der Wasserqualität
      finde ich persönlich sollte man erst mal eigene Erfahrungen in der Fischwelt sammeln, bevor man dann
      zum Züchten kommt. Das ist dann wieder eine Abteilung für sich ! Da findest du dann hier im Forum tolle
      Berichte, Bilder und auch Videos zur Info. :thumbup: Also, bitte einen Schritt nach dem Anderen, damit das Hobby
      dann auch Spaß und Freude macht. Viel Glück und Ausdauer dabei, Claus.
      Ps. Und auch immer mal mit Rückschlägen rechnen..... Weitermachen ! 8o
      Euch einen fischigen, lieben Gruß aus Greven, Claus :00000441:
      Hi Niklas,

      Henning sagte es schon, zur Zucht bringt es meist am Ende nur ein Artbecken. Viele Fische stellen ihrem eigenen Laich schon genug nach, da braucht es gar nicht noch andere Arten die da alles wegräumen.

      Ich würde wenn du ein wenig mit der Zucht einsteigen möchtest das Becken vielleicht teilen, z.b. mit einer dicken Schaumstoffmatte. Dann könntest du entweder zwei Arten mit weniger Raumbedarf zur Zucht ansetzen, oder nutzt das eine Abteil dann später als Aufzuchtbecken.

      Es wäre gut wenn du etwas ausführlicher, auch deinen bisherigen aquatischen Lebenslauf, berichten könntest, dann können wir besser helfen und beratschlagen :)

      Ich würde aber auch dem Einsteiger nicht von schnelleren Zuchtabsichten abraten, Interesse schafft Wissen, wenn man das Ganze vorbereitet angeht, macht dies das Hobby nur umso intensiver.

      Grundwasser= Brunnenwasser? Dann bitte nicht. Du müsstest eigentlich dauerhaft Werte testen, gerade in landwirtschaftlichen Gebieten kann schnell Nitrat erhöht sein und sonstiges, damit tust du dir keine Gefallen. Da ist ein langer Schlauch von oben immernoch einfacher, habe ich auch lange so handhaben müssen ;)

      Bei Panzerwelsen könntest du mit Corydoras paleatus oder aeneus starten, oder die Albino-Schweinchen wenn sie dir gefallen. Klar die gibt es überall und sind keine Besonderheit.. aber ausdauernde und recht unaufwendig nachziehbare Arten die dir auch jemand abnehmen wird, da sie auch überall verkauft werden.
      Dazu sind alle drei Arten sehr Temperaturtolerant. Du kannst gut mit Laichmopps arbeiten, bei den laichwütigen Arten landen genug Eier darin. Dann raus nehmen und ins Aufzuchtbecken, aber das ist dann ja schon das nächste Kapitel.
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hallo,
      „Hat der Niklas sich der Runde denn auch schon vorgestellt ?? Oder habe ich
      was verpennt....“ Eigentlich habe ich in meiner Biografie ein bisschen was über mich geschrieben.
      Ich werde mir wahrscheinlich einen langen Schlauch zulegen. Das ist am einfachsten. Zur Zeit züchte ich schon Kakadu-Zwergbuntbarsche und möchte, dass die Jungen bei den Eltern aufwachsen. Das haben mir ein paar Züchter empfohlen und ich finde das auch sehr gut. Weiterhin züchte ich L333 Welse.

      Ich finde die Idee mit dem Becken teilen sehr gut. Ist mir gar nicht so eingefallen. Kann mir das jemand vielleicht nochmal genauer erklären? Bräuchte man dann 2 Filter oder 2 Heizungen.. Oder einfach nur eine Schaumstoffmatte in die Mitte und mehr nicht? Das Becken kommt in den Keller und soll dann nur als Zuchtbecken dienen, wo ich ausprobieren kann.
      Ich werde dann wahrscheinlich auch mal anfangen mit einer Gruppe Corydoras. Da kenne ich mich eigentlich gut aus. Die Eier müssen ja dann abgemacht werden und in die andere Abteilung in das Becken gemacht werden usw...
      Mir persönlich macht das züchten einfach richtig Spaß. Man hat immer was zum gucken und kann seine Erfahrung sammeln..
      Hi Niklas,

      dann bist du ja eh schon grundsätzlich im Thema.

      Du nimmst einfach die 10 cm dicke Filterschaumstoffmatte die ist stabil genug. Die schneidet du dir so zu, dass du sie auf Spannung einschieben kannst. Solange da keine sehr kräftigen Fische drin sind hält das dann ohne weitere befestigung. Durch die durchlässiger Matte hast du auf beiden Seiten die gleichen wasserwerte was praktisch ist wenn du rechts die Eier entnimmst und links aus brütest bzw die jungen dann auf ziehst.
      Ein Filter reicht auf einer seite, allerdings ist dann in einem Abteil wenig Wasser Bewegung. Ich würde entweder den Auslauf per Schlauch ins andere Abteil verlängern und zusätzlich einen Ausströmer installieren oder einfach in beide einen kleinen luftbetriebenen Filter einsetzen.
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hi,
      ich werde dann wohl anfangen mit Corydoras. Ich werde dann wahrscheinlich auch in beiden Abteilen einen Luftbetriebenen Filter einsetzten. Brauch man dann 2 Luftpumpen? Einen Sauerstoffstein wird man ja wohl wahrscheinlich auch im Becken brauchen. Gibt es hier jemanden im Forum, der sich mit der Corydoras Zucht gut auskennt? Sand als Bodengrund wäre ja optimal. Was brauchen die noch unbedingt?
      Das kommt auf das Leistungsvermögen der Pumpe an :D

      !solange das keine mini Pumpe ist schafft wohl fast jede zwei kleine Luft Heber zu betreiben. Bei panzerwelsen macht Sand natürlich immer Sinn, auch wenn es Arten über Kies und sogar größeren Kieseln gibt, jedoch muss alles abgerundet sein zum Schutz der Barteln.

      Wenn du zwei luftbetrieben Filter hast braucht es keinen Sprudler zusätzlich, zudem können Panzerwelse an der Oberfläche Luft aufnehmen ( zur Not).
      Mein Onkel hat die Pandas jahrelang nachgezogen, mein Vater die klassischen Verkaufsarten für den Laden Bedarf. Alles ähnlich von der Herangehensweise. Ich vermute hier hat vermutlich fast jeder schon mal welche nachgezogen, da viele robuste Arten sich sogar extensiv im gesellschaftsbecken vermehren ;)
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Welche Pumpe würdest du mir empfehlen?

      Ich habe mir ein paar Videos angeschaut und gesehen, dass man die Eier der Panzerwelse aus dem Becken herausnehmen muss und dann in einen Plastikbehälter oder Ablaichkasten mit Sprudler setzt. Da sollte man dann wenn möglich jeden Tag das Wasser wechseln. Das ist so richtig oder?
      Da geht eigentlich jede... Ich habe im Keller die hailea für die großen Becken, aber die sind natürlich total überdimensioniert. Für kleinere Becken irgendwas aus der schego reihe, zB die ideal.
      Wenn du sie in einen ablaichkasten packst der im großen Becken hängt hast du ja automatisch eine gute wasserhygiene bei dem beckenvolumen dann brauchst du nicht häufiger wechseln. Den Sprudler in die Nähe setzen und gut ist.
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Hi, diese mini patronen bieten nur sehr wenig Besiedlungsfläche für Bakterien.
      Ich würde mir hier was aussuchen.

      hmfshop.de

      Die stellst du einfach rein uns gut ist. Sehr große Fläche und die luftheber passend zur Becken Höhe gewählt dann blubbert es auch nicht so.

      Bennis Idee ist natürlich die beste, wäre mir aber schon zu viel Bastelarbeit. Dann würde ich nämlich zwei Matten nehmen in jede Richtung einen luftheber und du hättest zwei vergleichsweise riesige Filter Flächen. Die Matten müsste man dann aber zusätzlich befestigen mit Schienen oder ähnlichem, da du dann eher die 5cm dicke nehmen müsstest ansonsten verlierst du zuviel Platz. Die dünneren Matten sind aber nicht so stabil...
      Grüße aus Moers!

      Lennart
      Moin,
      ich habe im 160l Becken eien 10cm Matte als Filter mittig angeordnet. Je rechts und links hängt eine Eheim Compact Pumpe, die nach drüben pumpt.
      An Membranpumpen reicht für ein solches Projekt beispielsweise eine Sera precision 275R Plus völlig aus. Ich habe drei in Betrieb und die sind recht leise und zuverlässig.
      Ansonsten kann ich nur sagen, dass zu Zuchtzwecken durchaus schon besser mehrere Aquarien hilfreich sind.
      Ich habe aber auch längere Zeit mit drei Gerdkästen (siehe 'Links') in 88l gezüchtet.
      Gerd ist aber leider erkrankt, wenn ich das richtig im Kopf habe, und fertigt nicht mehr.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Morgen,
      für mich ist das ganz schön kompliziert..

      Zu Hoyzer: Bräuchte man dann nicht 2 Luftheber? Einer geht durch die linke Matte und einer durch die Rechte?

      Zu Pilsen: Also geht ist eine Pumpe auf der linken Seite und pumpt auf die rechte und eine auf der rechten Seite und pumpt auf die linke?
      Hallo Niklas,

      da hatte ich doch wohl eine gute Idee, das Du Deine Fragen im Forum stellen sollst.
      Das, was jetzt alles schon dabei herausgekommen ist, ist ja wirklich toll.

      Ich schreibe später mal meine Gedanken zum Thema, jetzt im Moment habe ich dazu nicht genug Zeit.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

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      Hi,

      Niklas wrote:


      Zu Pilsen: Also geht ist eine Pumpe auf der linken Seite und pumpt auf die rechte und eine auf der rechten Seite und pumpt auf die linke?

      jawoll!
      Wenn schwach bsetzt ist und nicht wie bei mir sauerstoffbedürftige Welse auf beiden Seiten leben, dann ginge auch nur eine Pumpe. Mulm muss man dann halt absaugen!
      So ein kleines Pümpchen - bei mir sind es zwei 600er - kann man gut mit sowas ausstatten: eheim.com/de_DE/produkte/zubehoer/installation/diffusor
      Das mögen Corydoras und Hypancistrus sicher sehr.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Niklas,

      Niklas wrote:

      Bräuchte man dann nicht 2 Luftheber? Einer geht durch die linke Matte und einer durch die Rechte?

      Die / der Luftheber wäre zwischen den Matten.
      Bei der Variante mit einer dicken (10 cm) Matte könntest du die Luftheber dann in der Matte anbringen. Dir muss bewusst sein, dass es dann wirklich zu einem Zuchtbecken wird, du hast eine Filtermatte mitten durchs Sichtfeld laufen.

      Bei deinem geplanten Maß lässt sich auch schon gut mit einem Einhängekasten arbeiten. Gibt es auch schwimmend: klick
      Du hast das Becken ja noch nicht, oder? Je nachdem, welche Arten du dann zu züchten beabsichtigst, wären vielleicht 2 getrennte Becken passender. Eventuell auch das Konzept Keilbecken.
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Hallo,

      Archivar wrote:

      Die / der Luftheber wäre zwischen den Matten.
      Bei der Variante mit einer dicken (10 cm) Matte könntest du die Luftheber dann in der Matte anbringen. Dir muss bewusst sein, dass es dann wirklich zu einem Zuchtbecken wird, du hast eine Filtermatte mitten durchs Sichtfeld laufen.


      Ja, klar es ist mir bewusst wie es dann aussieht. Steht ja im Keller. :)
      Aber man müsste dann doch die 10cm dicke Matte in 2 Teile schneiden, also 5cm pro Stück und dann in die Mitte der beiden Matten die zwei Luftheber machen. Oder ist das immer noch falsch?

      Der Einhängekasten ist doch dann für die Eier oder wozu?

      Nein, ich habe das Becken noch nicht. Aber es wird bald von einem Kumpel abgeholt. Also ich habe dann 3 Becken und mehr gehen erstmal nicht. Wie meinst du das mit getrennte Becken? Das Becken soll ja in der Mitte getrennt werden, sodass auf einer größeren Seite die Erwachsenen sind. Wenn Eier da sind werden diese in einen Ablaichkasten gelegt und wenn die Jungtiere größer sind, dann kommen die in das kleinere Abteil des Beckens. So habe ich mir das vorgestellt.
      Ein Keilbecken brauche ich eigentlich nicht. Ich will ja zuerst Corydoras züchten und da bringt das doch nichts oder? Diese bringen ja nur was bei zB Kardinalfischen usw.?
      Hallo Niklas,

      ich würde probieren, den Luftheber direkt in die Matte zu integrieren. Also oben an zwei Stellen einritzen und dann dort hineinstecken. Betonung auf probieren, hatte ich noch nie so. :rolleyes:

      Den Kasten kannst du auch für die Aufzucht der Jungtiere verwenden.

      Mit getrennten Becken meinte ich 2 separate, aber wenn du das Becken konkret in Aussicht hast, erübrigt sich das. 100x50x50 ein Maß, mit dem du sehr viel anfangen kannst. :)
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Hallo,
      es kann sein, dass ich das nicht richtig verstanden haben, aber ist das nicht zB bei dem HMF so, dass dahinter das Wasser „frei“ ist? Also nicht in einer Matte? Weil das Wasser kommt ja unten rein und vielleicht geht das dann nicht so gut, wenn es in einer Matte steckt.

      Ja, ich werde mir wahrscheinlich einen Aufzuchtkasten noch holen.

      Das stimmt. Man kann da viel machen. Was würdest du damit machen?
      Hallo Niklas,

      jetzt habe ich etwas mehr Zeit und kann was zu deinem Thema schreiben.
      Zunächst einmal finde ich es gut, das Du mit Corydoras beginnen möchtest.
      Dabei würde ich aber auf keinen Fall mit schwierigen Welsen beginnen.
      Schwierige andere Welse können dann später immer noch folgen.
      Es gibt wirklich tolle Bücher über Corydoras, darin findest Du nicht nur viele Arten, sondern auch gut beschriebene Haltungs- und Zuchtbeschreibungen. Ich selbst finde das Buch "Corydoras" von Werner Seuß richtig gut. Das müsste man gebraucht relativ günstig bekommen.

      Bei der Filterung würde ich mich für zwei 5 cm-Filtermatten entscheiden, die dann in Führungsschienen angebracht werden. Der Abstand zwischen den Matten sollte so groß sein, das entweder Luftheber oder auch kleine Pumpen hineinpassen. In beide Matten schneidest Du dann knapp unterhalb der Wasseroberfläche ein Loch hinein, durch das die Auslaufrohre hindurch passen. Diese Methode nimmt zwar Platz im Aquarium weg, aber sie hat den großen Vorteil, das sich der Schmutz zwischen den beiden Matten sammelt. Von da kann Du ihn beim Wasserwechsel ganz einfach absaugen.

      Eine andere Variante wäre, mit nur einer Matte das Aquarium zu unterteilen, und dann in beiden Seiten eine Filterpatrone stellst. Die haben schon vorhandene Löcher, in die dann ein Luftheber hineingesteckt wird. Diese Patronen oder auch Kartuschen gibt es in 50 und 60 cm Höhe.

      Als Bodengrund wäre eine ca. 2 cm hohe Sandschicht optimal. Das wäre wichtig, denn auf reinem Glasboden würden sich ganz schnell schädliche Keime absetzen, so das Du den Boden andauernd reinigen musst. Als weitere Einrichtung genügt eine Wurzel, die den Corydoras eine Versteckmöglichkeit bietet. Viele Panzerwelse laichen einfach an den Scheiben ab. Ich würde denen aber trotzdem noch ein Laichsubstrat anbieten, entweder die sog. Wollmops oder auch feinfiedrige Pflanzen. Die könnten auch künstlich sein, wenn du das Aquarium nicht hell beleuchten möchtest.

      Wie Du dann vorgehst, wenn mal Eier vorhanden sind, darüber können wir immer noch diskutieren.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Hallo,

      ich werde mir wahrscheinlich dieses Buch dann auch zulegen.

      Ich habe jetzt also 3 Varianten,die machen könnte. Ich habe alle Varianten mal auf Blatt als Skizze gezeichnet und lade die hier hoch (wenn es klappt).

      Variante 1: Zwei 5cm große Filtermatte werden in der Mitte des Beckens angebracht. Zwischen den Matten bleibt noch Platz für die zwei Luftheber. Einer geht durch die linke und einer durch die rechte Matte. Wie Dieter schon gesagt hat,nimmt diese Methode Platz im Becken weg.

      Variante 2: Dort gibt es nur eine größere Matte in der Mitte (ca.10cm). Auf der rechten Seite wird dann eine Pumpe angebracht und an diese wird ein Schlauch angesteckt, der das Wasser auf die andere Seite bringt. (Am besten kann man es auf der Skizze sehen, wie es gemeint ist.)

      Variante 3: Dort gibt es dann auch nur eine Matte und in beide Seiten wird eine Filterpatrone gestellt. In diese werden dann die Luftheber gesteckt. Hier weiß ich aber nicht ob es wirklich so gut ist,weil ja dann das Wasser gegeneinader schwimmt. Ich habe auf der Skizze mal dargestellt,wie meiner Meinung nach das Wasser dann verläuft.

      Welche von den Varianten findet ihr am Besten? Welche würdet ihr nehmen?

      Ich habe dann aber noch eine Frage, weil man muss ja dann auch noch alles berechnen bei dem HMF,also wie groß die Filtermatte sein soll. Da habe ich zB. 1111cm2 rausbekommen. Die Pumpenleistung sollte in meinem 250l Becken dann 333ltr/h bis 666 ltr/h sein. Ist das so richtig? Ich stelle euch auch noch Fotos rein,wie ich das berechnet habe.

      Moin Niklas,

      jede Variante ist umsetzbar und hat ihre Vor- und Nachteile.
      Ich finde den Vorschlag von Benni am besten. Das ist die einfachste und die preiswerteste Variante.

      Nimm eine 10 cm dicke Matte, schlitz sie an zwei Stellen tief ein und steck dort zwei Luftheber hinein (jeweils in ein Abteil fließend). Ich hab mir mal Vorfilter mit solchen Matten gebaut und hab für das Ansaugrohr des Filters ebenfalls eine solche Matte eingeritzt. Wesentlich effektiver ist es, einen Eisenstab zu erhitzen und ein Loch in die Matte zu "schmelzen". Hat je nach Material nur den Nachteil, dass der Kunststoff verklebt und sich zusetzt. Die Methode würde ich also vorher an einem kleinen Reststück ausprobieren.
      Mittels Membranpumpe kannst du dann beide Luftheber betreiben. Ich mochte Luftheber nie besonders, da sie ziemlich laut sein können. Aber wenn die Becken im Keller stehen (ich gehe mal davon aus du schläfst dort nicht), sollte das ja kein großes Problem sein.

      Wenn du zwei Matten nimmst, verschenkst du viel Platz. Zudem würde ich mal nicht davon ausgehen, dass bei einem 250 Liter Corydoras Artenbecken so viel Mulm anfällt. Den HMF sehe ich hier eher als biologischen Filter. Außerdem kannst du beim Wasserwechsel ja ab und zu mal die Matte mit der Mulmglocke absaugen.
      Zudem müsstest du bei zwei Matten á 5 cm inklusive Hohlraum Führungsschienen anbringen, wie Dieter schon schrieb. Das lässt sich zwar mithilfe eines Kabelkanals und Aquariensilikon einfach bauen und lässt sich auch wieder zurückbauen, aber um die Führungsschienen später mal zu entfernen, musst du das Becken komplett räumen und neu aufsetzen. Eine 10 cm dicke Matte hält von allein. Ich hab damit mal einen Teil eines 450 Liter Beckens abgetrennt. Damit bist du unterm Strich flexibler.

      Um den Mattenfilter etwas zu verstecken kannst du ihn übrigens auch bepflanzen. Moose und Javafarn (bzw. andere Aufsitzerpflanzen) sind da gut für geeignet. Das sieht nicht nur besser aus, sondern zieht auch gut die Nährstoffe heraus.
      In jedem Fall rate ich dir aber dazu eine schwarze Matte zu nehmen und keine blaue. Wenn sich diese blauen Matten mal ein wenig zugesetzt haben, sehen die nicht mehr besonders gut aus. In Kombi mit einer schwarzen Rückwandfolie fällt die schwarze Matte dann auch gar nicht mehr so extrem auf.

      Gutes Gelingen!
      Hallo Greg,

      Danke für deine Antwort.

      Ich stelle mir das irgendwie schwer vor, da so ein Loch rein zu machen, damit die Luftheber rein passen. Mal sehen was die andern noch so sagen, aber die Idee ist natürlich am einfachsten. Ich schlafe nicht im Keller und deswegen ist die Lautstärke egal.

      Danke für die Idee mit dem Moos und Javafarn. Das werde ich bestimmt machen. Wie befestigt man das bei so einer Matte? Fest kleben? Anbinden?

      Jemand hat auch zu mir gesagt, dass eine 10cm dicke Matte nicht so gut ist, weil sich nur in den ersten 2cm Bakterien ansammeln. Stimmt das?

      Ich würde mich trotzdem noch über weitere Meinungen freuen.
      Moin Niklas,

      Niklas wrote:

      Ich stelle mir das irgendwie schwer vor, da so ein Loch rein zu machen, damit die Luftheber rein passen.


      So schwer ist das gar nicht. Mit einem Cutter-Messer schneidest du einfach eine Tasche hinein. Was auch gut funktioniert ist, eine Schere in die Matte zu stechen und dann die Schere zu öffnen, sodass die Matte aufgerissen wird. Klingt wilder als es letztlich ist. Bei einer Mattendicke von 10 cm wäre es auch kein Problem einen zylindrigen Hohlraum mit 3 cm Durchmesser hinein zu bohren.
      Du solltest deinen Luftheber dann nur mit einem Ansaugkorb versehen, da sonst die Matte zu stark angesaugt wird und der Luftheber nicht funktioniert.

      Niklas wrote:

      Danke für die Idee mit dem Moos und Javafarn. Das werde ich bestimmt machen. Wie befestigt man das bei so einer Matte? Fest kleben? Anbinden?


      Einfach die Matte einritzen und etwas Moos rein stopfen, bzw. die Wurzeln eines Javafarn (oder. einer Anubias) hineindrücken. Festwachsen tut das dann von allein.

      Niklas wrote:

      Jemand hat auch zu mir gesagt, dass eine 10cm dicke Matte nicht so gut ist, weil sich nur in den ersten 2cm Bakterien ansammeln. Stimmt das?


      Das stimmt nicht so ganz. In den ersten 2 cm sammeln sich aerobe Bakterien an, die für die Nitrifikation verantwortlich sind. Nach 2 cm Matte ist die Wasserzirkulation (besonders bei feinen Matten) meistens so gering, dass kaum mehr Sauerstoff gelöst ist und sich ein anaerobes Milieu bildet. Hier findet man auch Bakterien, beispielsweise Thiobacillus denitrificans oder Desulfovibrio desulfuricans. Diese Bakterien leben anaerob und fördern Reduktionsprozesse wie die Denitrifikation.
      ​Das ist nicht schlimm und kommt in den meisten Aquarien vor (vor allem im verdichteten Bodengrund).