Sticky GYMNOGEOPHAGUS JARYI

      GYMNOGEOPHAGUS JARYI

      Helo :)

      Im nord-östlichen Teil von Argentinien, dem kleinen Zipfel zwischen Paraguay und Brasilien im Parana Basin, ist ein neuer Gymnogeophagus entdeckt worden.
      Felipe Alonso und seine Kollegen haben ihn bereits im Februar '19 beschrieben, er heißt
      Gymnogeophagus jaryi (Alonso at. all, 2019)

      Hier ein paar Links zu seiner exakten Beschreibung mit Bildern vom Fisch, vom Fundort und dem Abstammungsbaum der ganzen Gattung, hochintressant, reinklicken !!

      KLICK HIER >>>
      journals.plos.org/plosone/arti…71%2Fjournal.pone.0210166

      reef2rainforest.com/2019/06/03…g-new-eartheater-species/

      Zur Erinnerung, Gymnogeophagus sind im mittleren Südamerika zu Hause, im Einzugsgebiet von Rio Uruguay, -Pilcomaio, -Paraguay, -Paraná, -Guapore und einer Menge kleinerer Flüsse im südosten Brasiliens.
      Intressant ist die Herkunft des Namens Gymno-Geophagus: "Gymnos" = griechisch "nackt" ->> bezugnehmend auf die "nackte" , unbeschuppte Schnauze im Vergleich zu seinen Verwandten, den Geophagus mit beschuppter Schnauze.
      Gymnogeophagus sind sowohl Maulbrüter als auch Offenbrüter und bewachen teils als Elternfamilie, teils als Mutterfamilie den Nachwuchs.
      Bekannt sind zur Zeit 20 Arten:

      Gymnogeophagus australis (Eigenmann, 1907)
      Ballonkopf-Erdfresser (Gymnogeophagus balzanii (Perugia, 1891))
      Gymnogeophagus caaguazuensis Staeck, 2006
      Gymnogeophagus che Casciotta, Gómez & Toresanni, 2000
      Gymnogeophagus constellatus Malabarba et al., 2015
      Gymnogeophagus gymnogenys (Hensel, 1870)
      Gymnogeophagus jaryi Alonso et al., 2019
      Gymnogeophagus labiatus (Hensel, 1870)
      Gymnogeophagus lacustris Reis & Malabarba, 1988
      Gymnogeophagus lipokarenos Malabarba et al., 2015
      Gymnogeophagus mekinos Malabarba et al., 2015
      Gymnogeophagus meridionalis Reis & Malabarba, 1988
      Gymnogeophagus missioneiro Malabarba et al., 2015
      Gymnogeophagus peliochelynion Turcati et al., 2018
      Gymnogeophagus pseudolabiatus Malabarba et al., 2015
      Gymnogeophagus rhabdotus (Hensel, 1870)
      Gymnogeophagus setequedas Reis, Malabarba & Pavanelli, 1992
      Gymnogeophagus taroba Casciotta et al., 2017
      Gymnogeophagus terrapurpura Loureiro et al., 2016
      Gymnogeophagus tiraparae González-Bergonzoni, Loureiro & Oviedo, 2009


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      Hai Tom,

      sehr schön, das Du uns diese neu beschriebene Art und auch noch einen Überblick über alle bisher beschriebenen Arten dieser Gattung vorstellst. Eine Gattung, die wirklich Beachtung verdient.

      Ich finde diese imposanten Stirnbuckel der Männchen richtig Klasse.
      Aber auch farblich imponieren besonders die Männchen.
      Eine weite Verbreitung in der Aquaristik wäre schon toll, denn gerade die Beobachtung durch Aquarianer bringt ja viele wertvolle Erkenntnisse.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

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      Moin Tom,

      danke für den Hinweis auf die neue Art der noch etwas stiefmütterlich behandelten Gattung.
      Farblich haben da einige mindestens genauso viel Potenzial wie die Geophagus, in der Ansprichslosigkeit haben sie wohl Vorteile.
      Die interessanten Körperformen sind mal etwas abweichend und was Besonderes.

      Die Arten muss ich mir mal genauer ansehen. Wahrscheinlich kann man viele Arten super pflegen. Kühlere Phasen im Herbst und Frühling draußen einbauen, wärmere Phasen bei Zimmertemperatur im Winter oder im Sommer.

      Probleme und Fragen stellen sich aber:
      - Risiko, dass man schnell handeln muss oder den Bestand umlegt, wenn man mal eine Weile keine Zeit hat und eine Schlechtwetterperiode eintritt
      - Vergesellschaftung mit wärmeliebenderen Arten
      - vertragen bepflanzte Becken diese niedrigeren Temperaturen
      - kann man sich soweit disziplinieren, dass man das im Sommer freie Becken wirklich nicht besetzt und im Herbst dann "die Hütte voll hat - zu voll"

      Insgesamt, sollte sich bei mir mal ein 500-1000l Teich ergeben, dann könnte das sogar eine ideale Möglichkeit sein, das 170x55x50 Becken zu besetzten. Im Sommer kann ich dann schnell mal das Filterbecken leeren und habe ein Becken weniger am Laufen.

      Tjo, da helfen vielleicht Artenportraits. Vielleicht bekommen wir sowas ja mittelfristig in einem "Gattungsthread" zustande?
      Liebe Grüße Phil