Pflanzenwachstum verbessern

      Pflanzenwachstum verbessern

      Hallo zusammen,

      ich möchte euch hier um eure Einschätzung bitten,
      Vor einigen Monaten habe ich von Marie einige Pflanzen - Vallisnerien, Wasserstern und Wasserfreund - bekommen, die wollen aber nicht so recht wachsen. Das Becken fasst 576 Liter, Wasswechsel ca 40 % pro Woche.

      Die Vallisneria sieht optisch gut aus, wächst aber kaum und die älteren Pflanzen kümmern. Marie holt im Gegensatz dazu einen halben Kilo aus ihren Becken. :00008862: Der Wasserfreund hat helle Blätter mit dunklen Blattnerven. Der Wasserstern (ich denke Pogostemon stellatus) sieht optisch gut, aber genauso aus wie ich ihn bekommen habe. Meine Echinodorus wollen auch nicht so recht. Beleuchtet wird das Becken von einer 80W HQL, das sollte eigentlich passen.
      Ich würde die Pflanzen gerne wachsen sehen und bin mir nicht ganz sicher, wo das Problem liegt. Das Becken war ja jahrelang eingefahren und es sind auf das Volumen nicht viele Pflanzen - kann da ein Nährstoffmangel allein die Ursache sein?
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Hi Benni,

      das kann viele Ursachen haben.
      Die wichtigste sehe ich da bei der Ernährung der Pflanzen.

      Wie düngst Du Deine Pflanzen, Benni?
      Grundsätzlich reicht Flüssigdünger für sehr viele Pflanzen nicht aus, sie brauchen Nährstoffe direkt an den Wurzeln. Ein wenig Lehm in Form von Düngekugeln bewirkt oft schon Wunder.

      Aber es muß nicht die Düngung alleine sein.
      Wie lange ist der HQL-Strahler schon in Betrieb?
      Ich hatte die jetzt schon seit zig Jahren nicht mehr im Einsatz, meine aber, das ich die früher nach spätestens einem Jahr ausgetauscht habe. Da gibt es aber im Netz ganz sicher gute Informationen.

      Auch der Bodengrund selbst kann für Pflanzen ein Problem sein.
      Im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich z.B. nie Glück, wenn ich Pflanzen in einem Sandboden hatte. Der Bodengrund kann für Pflanzen zu fein oder auch zu grob sein, manchmal auch zu scharfkantig. Es ist also kaum möglich, da jetzt ad hoc ein Patentrezept herbei zu zaubern.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Hallo Benni,

      würde jetzt ,ohne die Bilder der Pflanzen zu sehen, darauf hinweisen, dass es sich um Nährstoffmangel handelt.

      Beginnen wir mit der Vallisneria. Diese müssen in einen guten Lehmbett stehen. Am besten gibst du zum Start noch eine Tablette hiervon

      amazon.de/Tetra-D%C3%BCngetabl…54826768&psc=1&th=1&psc=1

      pro Pflanze an den Wurzelballen und dann in Ruhe stehen lassen.
      Diese Pflanze ist ein Wurzelzehrer und muss auch so gedüngt werden.
      Dies trifft auch auf deine Echinodorus zu. Hier ebenfalls Lehm an die Wurzeln und rechts und links ein halbes Stäbchen Substral Blumendünger für Grünpflanzen.

      Pogostemon stellatus, so sie es sein sollte, stellt hohe Pflegeansprüche, benötigt eine starke Beleuchtung und CO2-Düngung.
      Nitrat, Phosphat und Mikronährstoffe solltest du über die Wassersäule zuführen.
      Wenn sie jetzt noch so gut aussieht, wie bei der Lieferung, dann glaube ich nicht, dass es eine Pogostemon stellatus ist.
      Tippe eher auf eine einfach zu pflegende Pogostemon helferi.
      Bei beiden Arten machen sich Mangelerscheinungen an der Farbe des Blattwerk bemerkbar.

      Hygrophila,ich gehe einmal von Hygrophila polysperma aus, ist auch etwas anspruchsvoll. Ihr Licht- und Nährstoffbedarf ist groß.
      Aber lies hier nach.

      http://heimbiotop.de/hygrophila.html

      Wenn du einen Überblick über das Vorhandensein der Nährstoffe in deinen Becken erlangen willst, dann kommst du um eine ausgiebige Messung deiner Nährstoffwerte nicht umhin.
      Hier interessieren Nitrat, Phosphat, Kalium und Eisen. Daraus kannst du dann einen Düngeplan erstellen, welcher Mangelerscheinungen ausgleicht. Beim Eisendünger würde ich auf einen zurückgreifen, welcher noch weitere Spurenelemente als Bestandteile aufweist.


      Post was edited 1 time, last by “Hobby” ().

      Hallo zusammen,

      ich wollte euch die Bilder des Schreckens ersparen, Phil. :S Aber hab gestern Abend ein paar geschossen und hänge sie jetzt an.

      Im Moment wird das Becken gar nicht gedüngt. Es lief ja lange Zeit komplett ohne Pflanzen, jetzt sind es auch nicht viele, daher wollte ich es ohne Düngung probieren. Ich habe auch in der Vergangenheit auch nach jahrelanger Dünge-Verweigerung noch gutes Pflanzenwachstum beobachten können.
      Die HQL habe ich schon seit 2013 schätze ich, im Netz habe ich keine eindeutigen Konsens bezüglich dem Austauschen finden können,

      Jürgen, eine P. helferi ist es sicher nicht, die sieht ja ganz anders aus. Ich bin dir wirklich dankbar für dein Pflanzen-Wissen, das du mit uns teilst, aber diesen Tipp empfinde ich ehrlich gesagt fast schon respektlos.
      So sieht sie aus: Maries Pflanzenwelt
      Files
      • IMG_9023.jpg

        (29.64 kB, downloaded 8 times, last: )
      • IMG_9024.jpg

        (56.33 kB, downloaded 6 times, last: )
      • IMG_9026.jpg

        (52.83 kB, downloaded 6 times, last: )
      • IMG_9027.jpg

        (47.12 kB, downloaded 8 times, last: )
      • IMG_9029.jpg

        (77.38 kB, downloaded 9 times, last: )
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Hallo Benny,
      du schreibst,
      Ich bin dir wirklich dankbar für dein Pflanzen-Wissen, das du mit uns teilst, aber diesen Tipp empfinde ich ehrlich gesagt fast schon respektlos


      Leider kann ich keine Respeklosigkeit in meinen Beitrag erkennen.
      Eine Respektlosigkeit wird wie folgt definiert:
      Eine offensichtliche Respektlosigkeit äußert sich dann, wenn eine Seite die Grenzen des gegenseitigen Anstandes überschreitet, die Rechte des anderen missachtet oder unberechtigte Geringschätzung übt. Diesem Extrem steht die passive Respektlosigkeit gegenüber, die sich in mangelnder Achtsamkeit für die Präsenz und Leistungen des anderen kundtut.
      Beides ist in meinen Beitrag nicht dokumentiert.
      Schade, dass du auf diese Feststellung, bei von mir gewollter Hilfestellung auf der Grundlage einer Analyse,gekommen bist.
      Ach ja,

      der Stolz des Gärtners. Cool down, Freunde!
      Die schönsten Früchte wachsen immer in Nachbars Garten.
      Bleiben wir beim Thema. Die Pflanzen kommen aus einer Konstellation bestimmter Umweltfaktoren in eine differente.Das führt dazu, dass sie sich ohnehin erst einmal anpassen müssen. Bei mir hat es ein ganzes Jahr gedauert, bis sich das Grün an die Led - Beleuchtung akklimatisiert hatte. Darüber hinaus sehe ich auch einen Nährstoffmangel. Chlorosen deuten ja immer auf eine Unterversorgung mit Mineralien hin. Ich mache mir meine Lehmkugeln selber mit Material aus der dorfeigenen Lehmgrube und fahre damit bestens.
      Tank sei Dank! :howl:
      Frank

      "Unbegrenzte Wassermassen,
      die sich nie in Ufer fassen"

      (Perla la Gadeon)

      "Wo die Fische prächtig schwimmen
      und Garnelen Bäumchen klimmen,
      wo die Räume überquellen
      voll mit Aquariengestellen.
      Dort möcht ich mein Leben fristen,
      gemeinschaftlich mit Aquaristen."
      Hallo Jürgen,

      respektlos mag das falsche Wort gewesen sein. "Unpassend" trifft es vielleicht eher. Pogostemon helferi sieht ganz anders aus, deshalb habe ich mich über diesen Vorschlag gewundert. Nicht der Rede wert.
      Ich tendiere wie gesagt zu P. stellatus oder quadrifolius, aber sicher bin ich mir nicht.

      Danke für deine Einschätzung, Frank!
      Dann werde ich ihnen noch etwas Zeit geben und die Nährstoffversorgung optimieren. :)

      Die Satanoperca knabbern auch immer wieder an der Hygrophila, das habe ich ganz vergessen zu erwähnen.
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Hallo,

      die sehen mitunter angefressen auch und haben einen wirklich eklatanten Nährstoffmangel.

      Ich würde erst mal mit einem Flüssigdünger unter die Arme, besser Blätter, greifen.

      Sprich: zuerst mal sollte eine Grundversorgung statt finden.

      Ist die gegeben und selbst nach 5-6 Wochen tritt keine Besserung ein, dann müßte man gezielt die einzelnen Nährstoffe überprüfen und korrigieren.
      Liebe Grüße Verena

      Generell gilt erstmal: :ichwarsnicht:

      verenas-aquaristik.de
      Hi Benni,
      ich würde das Projekt abhaken, es fehlt an allen Ecken und Enden, deutlich auch an Licht, und mir ein, zwei anspruchslosere Anubias, Echinodorus und Valisnerien besorgen. Bei den Anubias gibt es schöne Formen, wenn man mal nicht immer zur oft hässlich veralgten A. barteri var. nana greift. Die musst du nicht über die Wassersäule düngen, sondern schiebst bei letzteren, wie erwähnt, paar Tonkugeln rein, den Rest erledigt der regelmäßige WW.
      Ob die alle welstauglich sind, müsstest du herausfinden.
      Liebe Grüße Phil
      Hallo zusammen,

      das Licht ist zumindest optisch sehr hell, wie gut das Licht noch für die Pflanzen ist, kann ich nicht wirklich abschätzen. Eigentlich wäre schon länger eine neue Beleuchtung angedacht, aber die Zeit zur Planung fehlt und auch sonst gibt es ein paar Fragen, wie ich das Hobby Aquaristik in Zukunft ausübe.
      Ich kann es ja einmal mit einem Dünger probieren und den Erfolg beobachten.

      Die Loricaria sind ganz lieb zu den Pflanzen, Phil, da mache ich mir keine Sorgen und um den einzelnen Lamontichthys auch nicht.
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.