Übertreiben wir unsere Fütterung?

      Übertreiben wir unsere Fütterung?

      Fütterung

      Das Rot der Morgensonne erleuchtet das erwachende Becken(was Technik so alles kann) und langsam erwacht selbiges aus der nächtlichen Ruhe.
      Es wird Zeit die tägliche Fütterung vorzubereiten und da kommt mir die Frage in den Sinn, angeregt durch unsere Futtersortendiskussion, übertreiben wir es nicht mit unseren Fütterungsintervallen? Füttern wir zu wenig oder zuviel?

      Jetzt ist mein Wissensdurst geweckt und es geht an die Suche nach Antworten. Zuerst werden alle vorhandenen Fachbücher analysiert nach Aussagen zur Menge und Häufigkeit der Fütterung von Zierfischen. Ein mageres Ergebnis, denn in meinen zahlreichen Diskusfachbüchern wird nur bei Mayland und Bleher etwas über die Nahrung der Diskus und deren Mageninhalt erwähnt, ohne tiefer in die Materie einzudringen.

      Es gibt in der Literatur viele Aussagen zu übertriebener Futterreichung und deren Auswirkung auf die Wasserqualität bis zur Ursache von Algenwachstum, aber nicht über das Maß.
      Es ist mir klar, dass das Maß, die Menge abhängig ist von der Besatzstärke aber es bohrt die Frage füttere ich zu viel, mäste ich unbeabsichtigt meine Tiere und schaffe damit auch die Grundlage für fehlende Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, belaste ich mein Wasser durch die reichlich anfallenden Ausscheidungen übermäßig (Erhöhung der Keimzahl)?

      Es gibt in meinen Becken keine Strömung gegen welche meine Fische ankämpfen müssen um Energie zu verbrauchen, keine Fressfeinde, denen es zu entkommen gilt. Der Energieverbrauch ist also absolut minimiert und alle Futternährstoffe können gespeichert und das Unverdaute reichlich ins Wasser abgegeben werden.

      Meine Suche nach Antworten auf meine Fragen hat doch noch zum Erfolg geführt und manche meiner Gedanken fanden sich bestätigt.

      Im Sonderheft zur 250. Ausgabe des "Aquarien-Fachmagazin" fand ich einen Artikel von Prof. Dr. Heinz Bremer aus der AF 158 (2001) über die "Untersuchung zur Ernährung von Diskus und Skalar im natürlichen Verbreitungsgebiet" mit beeindruckenden Erkenntnissen, welche mir zeigten, dass ich mit meiner laienhaften Annahme vollkommen richtig lag. Die hier sehr umfangreich geschilderten Erkenntnisse über die Auswirkungen der Fütterung auf Fisch/Wasser und die Konsequenzen für die Fütterung im Aquarium sind bedeutungsvoll für unser Fütterungsverhalten.
      Einen weiteren, äusserst aufschlussreichen, wissenschaftlichen Beitrag fand ich hier:

      scielo.br/scielo.php?script=sc…d=S1679-62252008000400008

      Fazit meiner Recherche für meine weitere aquaristische Fütterung war, dass ich nur noch einen Bruchteil vom bisherigen festen Futteranteil verfüttere, der Schwerpunkt Lebendfutter sich bestätigt fand und strikt als Schwerpunkt fortgesetzt wird.
      Ich glaube, dass meine Fische dies in ihren Verhalten bestätigten. Die Diskus fühlen sich wohl, laichen regelmäßig und suchen unter jeder Pflanze, im Kies, ebenso wie meine Sterbai, nach fressbaren.

      Obwohl sich alle aufgeführten Artikel auf Diskus/Skalar beziehen bedeutet dies in keinem Fall, dass alle anderen Zierfische unter einem anderen Level zu betrachten sind. Ich würde die aufgeführten Erkenntnisse auf alle in Aquarien gepflegten Fischarten beziehen.

      Jetzt ist die Sonne im Becken voll aufgegangen und ein neuer Tag hat begonnen. Es ist doch schön, wenn man entspannt vor dem Becken sitzt und das lebhafte Treiben genießen kann, in der Gewissheit es richtig gemacht zu haben.

      Gruß
      Jürgen
      Hallo Jürgen,

      da hast Du ja wieder einmal ein echt tolles Thema eröffnet!
      Die meisten Aquarianer, ich auch, verlassen sich ja darauf, das moderne Futtermittel eigentlich alles enthalten, was ein Fisch so braucht.
      Für viele neue Futtermittel trifft das ja auch zu, aber wer denkt schon daran, das seine Fische davon einfach viel weniger an Menge brauchen als mit älteren Sorten?

      Ich denke, das ich da mit der Futtermenge bei mir schon ganz gut liege.
      Ich füttere normal 2mal täglich einen nicht gehäuften Eierlöffel an Granulaten.
      Hört sich vielleicht viel an, ist es aber für die Menge und Größe der Fische nicht.
      Denn auch nach der Fütterung scheinen meine Fische immer noch hungrig zu sein.
      Sie würden wohl wesentlich mehr fressen, als ich ihnen zugestehe.

      Welches Futter man aber am besten verfüttert, darüber scheiden sich die Geister!
      Viele Aquarianer schwören auf Lebendfutter, was ja wohl auch verständlich ist.
      Wenn es aus fischfreien Gewässern kommt, dann ist es ganz sicher das beste Futter überhaupt!
      Aber da zeigt sich auch schon das erste Problem: hier bei mir gibt es einfach keine Gewässer, denen ich Lebendfutter mit gutem Gewissen entnehmen würde!
      Es ist aber nicht nur die Qualität der Gewässer, die da eine Rolle spielt, auch fischereirechtliche Probleme muß man da immer bedenken.

      Darum verfüttere ich neben guten Granulaten Frostfutter, meist gekauft bei der Artemia-Farm der Familie Rein.
      Die verschiedenen Sorten werden von allen meinen Fischen gierig angenommen, und Gesundheitsprobleme bei meinen Fischen habe ich seit Jahren nicht mehr gehabt.
      Speziell für die Diskus-Fütterung stehe ich zur Zeit in regelmäßigem Kontakt mit meinem befreundeten Züchter.
      Wir werden beide in Kürze damit beginnen, unseren Diskus ein anderes Futter mit anzubieten, nämlich Benker's Garnelenix.
      Da ist eigentllich so ziemlich alles drin, was auch Professor Bremer als ideales Futter für Diskus und andere Fische empfohlen hat.
      Sein Buch über die richtige Fischernährung hab ich mehr als einmal vorwärts und rückwärts gelesen. :D

      Wir beide haben auch Rücksprache mit Herrn Genzel bezüglich der Ernährung unserer Diskus gehalten.
      Der ist schon länger der Meinung, das Frostfutter eigentlich gar nicht verfüttert werden sollte.
      Und wenn Frostfutter, dann nur Muscheln.
      Er sieht, auch bei guten Anbietern, halt immer die Gefahr, das man sich Parasiten einfangen kann.
      Und so ganz Unrecht hat er damit ja nicht.

      Speziell für Diskus empfiehlt er uns aus seinem Programm Artemia Super Soft für die Aufzucht und Soft Perls für adulte Diskus.
      Da hält er das Granulat mit Spirulina für das geeignetste, und speziell für rote Diskus das Color-Granulat.
      Wenn die Futtervorräte bei mir und meinem Freund zuneige gehen, dann werden wir die genannten Futtermittel bei Genzel ordern.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Hallo zusammen,

      ich möchte hier noch einmal auf das Thema Fischernährung zurück kommen.
      Seit mich wieder das Diskusfieber gepackt hat, diskutiere ich ziemlich viel mit unserem @Reicom Reinhard, wie wir unsere Tiere wohl am besten ernähren können.
      Es ist halt immer wieder spannend und lehrreich, mit einem alten Hasen der Diskuspflege zu quatschen. :)

      Beim Thema Trockenfutter haben wir ja bereits gute Empfehlungen von Aquakultur Genzel erhalten, darüber habe ich ja oben schon berichtet.
      Lebendfutter kommt für uns beide eher nicht in Frage, auch dazu hab ich oben was geschrieben.

      Bleibt das Thema Frostfutter.
      Herr Genzel empfiehlt da lediglich Muschelfleisch.
      Das ist mit Sicherheit auch ein gutes Diskusfutter, aber immer nur Muscheln möchte ich ja auch nicht essen.
      Reinhard hat für sich und mich das Futter von Benker beschafft.
      Seine Diskus fressen es schon gut, meine werde ich damit füttern, wenn ich es am Samstag zusammen mit den Alenquer-Diskus bei ihm abhole.

      Wir haben hier in Duisburg einen Frostfutterhändler, der Frostfutter in wirklich guter Qualität anbietet.
      Aber die dort angebotenen Diskusfutter-Varianten haben durchweg Rinderherz als Basis.
      Auch wenn die Fische das gut fressen, Warmblüterfleisch ist ja nicht gerade das, was einer natürlichen Ernährung nahe kommt.

      Reinhard hat jetzt mit diesem Händler gesprochen und gefragt, ob sie nicht auch mal ein Futter ohne Herz anbieten könnten.
      Das wäre durchaus möglich, aber dann sollten wir sagen, was alles ins Futter hinein soll.
      Wir aber sind ja keine Fisch- und Futtermittelexperten, wie man z.B. Vitamine, Aminosäuren etc. ins Futter bekommt, das können wir nur erraten.
      Das ist uns aber viel zu unsicher, denn schnell hat man ja etwas vergessen, was vielleicht noch extrem wichtig ist.

      Jetzt haben wir ja im Forum einige, die Diskus pflegen oder schon gepflegt haben.
      Wie sehen eure Erfahrungen mit kaufbarem Frostfutter aus?
      Welches Futter kam bei euch gut an, und wo kann man das evtl. kaufen?

      Vielleicht habt ihr euch ja schon einmal Gedanken darüber gemacht, was für eine naturnahe und vor allem gesunde Ernährung der Diskus wichtig ist.
      Es wäre toll, wenn wir hier ein wenig darüber diskutieren könnten.
      Vielleicht kommen da ja auch noch ein paar mehr Gedanken über ein gutes Frostfutter für alle Fische zusammen.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

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      Ich wag mich da vielleicht an ein Thema dem ich nicht gewachsen bin, aber als mögliche Alternative zum Rinderherz hab ich vor einigen Tagen gehört, dass einfach Shrimps das beste sein sollte. Die sind auch nahrhaft und schon eher dem Nahrungsspektrum eines Fisches angepasst. Ich schreib auch mit einem DCG-Mitglied, der seine Fische (aber nicht Diskus) mit Apfelschnecken und Süßwassergarnelen (Macrobrachium) füttert, die er aber in einem Asialaden kaufen kann. Quasi verschweißte Apfelschnecken, wie so Miesmuscheln. Diese zwei Futtersorten hören sich für mich gut an. Ringelhände verfütter ich ja selber, aber halt lebend.

      Das war mal nur mein Statement dazu, da ich auch nichts von Rinderherz als Fischnahrung halte. Ob meine Meinung was hilft, weiß ich nicht, aber ich wollts mal gesagt haben :D
      mfg Jesse

      mein Youtube-Kanal: youtube.com/channel/UCl6ws3BOK_R-X60WQMhedrA
      Jesse, jede Meinung hilft.

      Ich tendiere ja auch zu einem Futter mit Anteilen von Fisch- und Wirbellosen als Hauptbestandteil. Dazu noch pflanzliche Anteile, und man hat schon mal eine gute Basis.

      Aber was könnte denn sonst noch wichtig sein, besonders für Diskus?
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

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      Hallo Dieter,
      Deine Fragestellung ist gut.
      Statt Rinderherz,=== Fisch, Garnelen, und und und ??
      Muscheln habe ich auch schon verfüttert, werden gut gefressen,
      musst aber danach immer mit dem Netz die harten Reste rausholen. ist nicht ideal.
      Wie könnte so eimne richtige Mischung aussehen und wer produziert so eine evtl. schon?
      erbitte Anregungen
      Gruß Reinhard
      Ich denke, daß gerade der Diskus am allermeisten aller Aquarienfische "besprochen" wurde und wird und daß es gerade zum Diskus das meiste Wissen gibt, auch wenn es in 2 bzw. 4 grundlegend verschiedene Lager gespalten ist, Herzfütterer und Nichtherzfütterer und Keimfreie und Nichtkeimfreie Halter.
      Da muß das WIssen um die ideale Fütterung von Diskus doch schon lange bekannt sein oder ?

      Wenn ich mir unseren @Hobby ansehe, dann denke ich, daß man es nicht besser machen kann als er und ich würde seine Fütterungsgewohnheiten blind übernehmen :) .

      Würde ich aber dennoch selber was "ertüfteln" wollen (und da ihr gerade bei Muschelfleisch seid) ,
      würde ich :

      1: das kleingehackte Muschelfleisch von Artemia-Rein kaufen, ich denke, daß hat keine harten Sachen mehr drin, Reinhard,

      2: mit Artemia Rein telefonieren und sie fragen, was man an Zusätzen noch "Rein"-machen könnte (wenn überhaupt nötig)
      Rein macht ja sogar auf Bestellung Individualutter, wenn man das möchte

      3: würde ich den Krill von Artemia Rein in der kleinen Form dazukaufen, dann denke ich, hat man wirklich eine tolle Bandbreite an Futter

      4: würde ich mich bei den Genzel-Futter-Zusätzen umsehen, Genzel hat da eine ganze Seite nur extra an Zusätzen zum Futter, die man selber dann zugeben kann

      5: würde ich dabei auch mit Herrn Genzel ein Telefonat führen

      und zu guter letzt, wenn mir das alles noch immer nicht reicht, sind eigentlich alle Vitaminzusätze der gängigen Hersteller anscheinend wirklich brauchbar und gut :

      TetraVital,
      Sera Fischtamin,
      Sera VitaminPlus,
      Dennerle AquaRico Elements + ,
      Dennerle VitaMix,
      Dennerle Spurenelemente,
      Söll 21 Elemente - Vitamine und Spurenelemente,

      und nicht zu vergessen, das gute alte Sanostol für Menschen, das ja immer wieder von erfahrenen Haltern verwendet wird.

      Und spezielle Diskussalze für die Mineralien hat der Genzel sowieso im Programm.

      Ich denke, da seid ihr dann rundherum perfekt ausgestattet.

      Wenn ihr dann noch Eure Seemandelbaumblätter, Erlenzäpfchen, Milchsäurebakterien und das Torf/Schwarzwasserkonzentrat von dem wir immer schreiben, dazu gebt's, mehr geht dann eh nimmer, dann bekommts ihr doch 50cm Diskus, die 40 Jahre alt werden, dafür habts ihr erstens keinen Platz und zweitens überleben Euch 2 die ganzen Fische ...... ^^

      artemiafarm.de/frostfutter/Mus…/Muschelfleisch-fein.html

      aquakultur-genzel.de/index.php?cat=c60
      Hallo,

      Ich füttere auch manchmal Muschel (Miesmuschel). Sehr oft Schnecken, lebend oder ein Granulat mit Schnecken Anteil.

      Viele füttern sehr oft und viel Miesmuscheln. Leider sind gerade diese meist stark belastet. Schnecken sind hier klar vorzuziehen.

      Die meisten Leute denken an Muscheln, an Schnecken denken die wenigsten.

      Schnecken sind ein Spitzenfutter.

      Grüße
      Hannes

      Post was edited 1 time, last by “HannesAFC” ().

      Moin,
      Kai Uwe hat ja ein Granulat:
      aquakultur-genzel.de/product_i…hung-fuer-diskusfische.ht.
      Das sollte doch maßgeschneidert sein.
      Ich nutze das Aquafood Spezial auch gerade - super!
      Vielleicht noch ein weiteres gutes Granulat dazu in anderer Korngröße und paar gute Frostfuttersorten, fertig ab.
      Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Ja, wir machen zu viel Geschiss! :)
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Hallo zusammen,

      es freut mich, dass mein Ausgangsthema eine rege Diskussion ausgelöst hat.
      Ja, der Phil hat Recht, wir machen zuviel aufhebens um eine ganz simple Angelegenheit.
      Die von mir zitierten Artikel belegen eindeutig, dass adulte Diskus keinen großen Nahrungspool mehr brauchen und mit einer gedrosselten, aber ausgewogenen Fütterung, gut leben können.
      Hauptbestandteil der Fütterung ist und bleibt Lebendfutter. Dieses läßt sich, wenn die Möglichkeiten vorhanden, selbst ziehen. Da wären die Wasserflöhe, welche man in einem 5 Literglas oder größer problemlos züchten kann. Enchyträen, zweimal die Woche gereicht, ein Topfutter oder andere Futtertiere. Hier mal ein Link:
      aquarium-forum.at/forumdisplay…f8e1204e00b1f84e6a1c&f=59
      kakerlakenparade.de/lebendfutter.html
      Ein Hinweis, niemals Cyclops an Diskus verfüttern, denn diese sind Zwischenwirte vom Fischbandwurm!
      Es gibt also genug Möglichkeiten Lebendfutter selber zu ziehen.

      Meine Futtertabelle sieht folgendermaßen aus:

      Wintermonate

      Granulatsorten:

      aquakultur-genzel.de/product_i…hung-fuer-diskusfische.ht
      aquakultur-genzel.de/index.php?cat=c55
      diskus-studio.de/dpshop/produc…udio-granulat-500-ml.html
      diskus-studio.de/dpshop/produc…cus-gran-wild-250-ml.html

      Lebendfutter:
      Enchyträen
      weiße Mückenlarven

      TK:
      rote Artemia ( Fa. Rein)
      schwarze Müla
      weiße Müla
      Miesmuschel

      das Futter wird in regelmäßigen Abständen gereicht und nicht überportioniert.

      Sommermonate

      selbst gefangene Daphnia
      Enchyträen
      rote Müla als Beifang
      und Granulat, TK wie oben

      mein Futter fange ich in den großen oder kleinen Wasserbehältnissen auf dem Friedhof.
      Hier gibt es reichlich Daphnia und im Bodenlaub der Wasserbehälter auch herrliche rote Müla, welche knallrot sind und keine schwarzen Einschlüsse haben.

      Ich glaube mehr Futtersorten braucht es nicht.

      Zur Vorbereitung der Miesmuschel sei erwähnt, dass ich selbige auftaue, aus der Schale trenne und die schwarze Umrandung abscheide bzw. das Muschelfleisch leicht einschneide. Man kann auch die Muscheln in einen Mixer geben und kurz einmal pürieren. Das Ergebnis entspricht der angebotenen TK-Ware. Über die Reste der Muscheln freuen sich meine L-Welse.

      Wer seine Tiere farblich noch weiter unterstützen will, der findet hier sehr gutes Futter:

      tropical-deutschland.de/suesswasser/fischfutter/diskus/

      Früher habe ich das Spirulina noch verfüttert davon bin ich seit der Verwendung des Genzelfutter abgekommen.

      Dieter,
      warum ein TK-Futter neu erfinden, wenn es schon gutes warmblüterfreies TK-Futter gibt:

      diskus-direkt.de/Aquaristik-Fr…-Garnelenmix-Frostfutter/

      Post was edited 1 time, last by “Hobby” ().

      Moinsen,
      ich greif das Thema mal wieder auf, aber eher in Richtung hungern lassen.
      Da ich nächste Woche in den Urlaub fahre für 6 Tage habe ich leider niemanden, der meine Fische füttern kann.
      Bisher hat es mein Schwiegerpapa gemacht, der fällt aus. Im letzten Urlaub hat das Schwiegermonster gefüttert, mit dem Ergebnis trotz Portionierung>>>überfütterte Fische und schlechtes Wasser, somit fällt sie auch aus.
      Einfach ohne Futter lassen???
      Vorher noch einen Wasserwechsel oder lieber nicht???
      Danke im Voraus.
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Moin Maggi,

      eine Portion abfülen in ein kleines Behältnis, Rest des Futter, sämtliche Dosen richtig gut verstecken.
      Dann darf bei mir jeder ran...

      Alternative dazu: Ich nutze in allen Becken - sogar aktuell schon, weil nachts für die Welse und regelmäßig tagsüber mehrere Gaben - Eheim 3581 Futterautomaten. Die funktionieren zuverlässig mit den Genzelgranulat.
      Einfach einfüllen und ein paar Tage testen. Man muss en Schieber einstellen und die Futtermenge überprüfen.
      Bei gut besetzten Becken ab 160l würde ich das IMMER so machen. Bei kleinen wirds schwierig, wenn zu viel Futter reinrutscht.

      Ohne Futter geht, würde ich nicht unbedingt machen. Bei 3 Tagen schon...

      Wasserwechsel 2-3 Tage vor dem Urlaub, dass du siehst, ob alles okay ist. Nicht KURZ vorher.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Hallo Maggi,

      im Startthread hatte ich einige Aussagen zur Fütterung im Aquarium und den realen Bedingungen in der Natur getroffen.
      Unsere Pfleglinge sind in der Lage eine sehr lange Zeit ohne Futter auszukommen.
      Ich füttere z.b. mein Pärchen Mikrogeophagus ramirezi nur einmal am Tag mit Lebendfutter. Sie sind agil und laichen kontinuierlich, auch jetzt gerade, ab.
      Außerdem habe ich für alle Fische einen Tag des Futterverzicht in der Woche eingeführt.
      Die von dir geschilderte Situation kann ich voll nachvollziehen, da meine Schwiegermutter in den 70ern ein Zuchtpaar von Cleithracara maronii in den Fischhimmel, durch ihre Sorgfalt :00008862: , geschickt hatte, während wir im Urlaub waren.

      Keine Angst, deine Fische halten eine längere Hungerkur problemlos aus.
      Füttere selbige 3 Tage vor Reisebeginn nicht mehr und führe einen Teilwasserwechsel am Tag vor der Abreise durch.
      Dann kannst du unbesorgt in den Urlaub fahren, in der Hoffnung, die Technik im Becken funktioniert reibungslos. :ichwarsnicht:
      Hallo Maggi

      bei ausgewachsenen und gesunden Tieren ist kein Futter im Vergleich zu einer schlechten bzw zu einer Überfütterung die bessere Wahl.
      Es macht den Tieren nichts aus ein paar Tage zu hungern.

      Alternativ könntest Du auch einen Futterautomaten nehmen.
      Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest.
      Tu sie jetzt :!:

      viele Grüße
      Bernd
      Huhu ihr Lieben,
      dann lasse ich das Füttern lieber, nachher kippt die olle Zippe noch ihr Goldfischfutter in das Becken!
      Zum Verstehen, augenblicklich herrscht hier Kriegsähnlicherzustand zwischen den Stockwerken und bei dem letzten Problem hat sie versucht meinen Hund zu vergiften mit einer riesengroßen Schüssel Schokoladenpudding, das sagt glaub ich alles aus...............................
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Hi Maggi,

      wie ich lese, hast Du Dich ja schon richtig entschieden.
      Für eine so kurze Zeit würde ich auch niemals jemanden mit der Fütterung beauftragen.
      Ich denke, den Fischen wird diese Fastenkur sogar mal richtig gut tun.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

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      Hallo Maggi,

      krasse Zustände... 8o

      Bei sechs Tagen würde ich auch nichts machen. Wenn, dann würde ich mich auch eher auf einen Futterautomaten verlassen oder einfach die paar Tage gar nichts geben, als jemanden mit mangelnder oder gar völlig fehlender Kompetenz da ran zu lassen :ohnemich:
      Moin Maggi ! Welches Stockwerk ???? Ich denke auch, bei 6 Tagen kann nicht viel passieren ohne
      Futter,überprüfe noch einmal deine Technik und genieße dann deinen / euren Urlaub ! Viel Freude dabei !
      Claus :thumbsup:
      Euch einen fischigen, lieben Gruß aus Greven, Claus :00000441:
      Also sorry,
      ich kann die Ratschläge 6 Tage nicht zu füttrrn hier nicht nachvollziehen.

      Erstens handelt es sich bei Corydoras, jedenfalls habe ich das mal so gelesen, um Dauerfresser, die regelmäßig was bekommen sollten.
      Zweitens sprechen wir hier von massiven Problemen bei Skalaren, die sich gerade eben auf dem Weg der Besserung befinden.
      Für mich ist hier der Ratschlag 6 Tage nicht zu füttern voll daneben. Ein Futterautomat ist keine Hexerei..
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Hallo Phil,

      das kann man auch ordentlich formulieren statt "voll daneben". Ich wusste das mit den Panzerwelsen und mit kränkelnden Skalaren nicht. Ich wusste nur, keine Jungfische vorhanden. Ansonsten kann ich den Rest den du anführst oben nicht rauslesen. Da muss man nicht gleich so ausfallend werden. Hätte ich auch mit einem respektvollen Hinweis verstanden!
      Alles gut Mädels und Jungs,
      meine Fische sind nun seit Mitte Dezember bei mir. Die Salmler sind aussen vor, weil fett gefressen. Die Skalare waren krank, aber der Minimäkel ist nun der beste Fresser im Becken und hat 3x am Tag einen runden Bauch, auch ist er fast so groß wie der Nächste über ihm, hat sich toll entwickelt.
      Die Panzerwelse machen sich auch, sind noch jung, aber KEINE Wildfänge. Beim WW vor dem Urlaub lasse ich nur oberflächlich Wasser ab und gut. Sie bekommen am Freitagabend noch Futter und müssen dann bis Freitagabend warten, ist für mich die bessere Option, Futterautomat bringt nix, die Panzerwelse fressen ihre Tabletten und sicherlich auch Restfutter. Fremde kann und will ich nicht füttern lassen und das Schwiegermonster scheidet definitiv aus wegen Vergiftungsgefahr. Alle sind gut gefüttert und etwas rundlich, ich glaube es schadet nicht...
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Sina, mit flapsig meinte Phil glaub ich seinen eigenen Beitrag und nicht dich.

      Ich habe leider wegen ALLE im Urlaub keinen Fischfütterer hier und ich weiß genau, zwischen den Stockwerken herrscht ein kleiner Krieg, ich werde sicherlich nicht die Fische killen lassen aus bösem Willen, dann lieber ein wenig Hunger und gut>>>Alle haben ein dickes Bäuchlein...
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Hi Maggi,

      Bitte NICHT füttern... halten es locker aus ;)

      Ansonsten hier meine Geschichte zum Thema Urlaub und füttern...... hätte fast mit der Aquaristik aufgehört !!!

      Problem Fütterung während des Urlaubs

      Viel Spaß beim lesen..... hoffe es macht nicht nochmal einer diesen Fehler !!!

      Starte so langsam wieder mit Fischen durch.....

      LG Micha
      Tu,was du kannst,
      mit dem, was du hast,
      wo immer du bist.

      Th. Roosevelt
      Hallo Phil,

      ich finde die Ratschläge, die Fische über 6 Tage nicht zu füttern, nicht daneben.
      Beiträge so einiger Mitglieder hier im Thread bestätigen das ja auch vollends.

      Wer alle Beiträge von Maggi aufmerksam gelesen hat, der weiß, das es dem anfänglich kränkelnden Skalar mittlerweile wieder gut geht. Jetzt ist ihm also eine solch kurze Futterpause durchaus zuzumuten. Und Corydoras, auch wenn sie noch nicht ausgewachsen sind, finden immer etwas fressbares im Aquarium. Für einen solch kurzen Zeitraum gibt es in jedem Aquarium, das nicht gerade neu eingerichtet wurde, Kleinstlebewesen, die wir zwar nicht sehen, die aber von hungrigen Panzerwelsen leicht gefunden werden.

      Gerade für Corydoras ist ein Futterautomat nicht immer die beste Lösung.
      Andere Fische im Aquarium sind fast immer schneller als diese Welse, so das die Welse wohl nicht viel Futter abbekämen. Da kann man dann auch getrost auf einen Futterautomaten verzichten, den Corydoras wird das nicht schaden.

      Lediglich Jungfische würde ich keine 6 Tage ohne Futter lassen. Bei allen anderen habe ich null Bedenken.
      Grüße aus dem Pott,

      Dieter

      Theoretisch kann jeder an einem Tag der nächsten 12 Monate sterben.

      Aber an allen anderen Tagen dürfen und können wir leben!

      Meine Youtube-Aquaristik-Seite vom "alten" Aquarium:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrBs0WkeXcTDma0pBzrljGE

      Und meine Seite über das "neue" Becken:

      youtube.com/playlist?list=PLrzEIVMxzMgrM8kHbt61VeIpFLz_47MLz

      Hallo zusammen,

      es ist natürlich nicht leicht, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn jeder von einer anderen Ausgangslage ausgeht. ;)
      Daher wäre es super, gleich in der Fragestellung eine kurze Info zum Besatz mitzugeben, damit sich auch all jene auskennen, die nicht jeden Beitrag hier im Forum lesen. Aber das hast du jetzt eh schon getan, Maggi, vielen Dank dafür. Alle anderen würde ich aber auch bitten, im Zweifelsfall nach den Rahmenbedingungen zu fragen, sonst ist eine Empfehlung wohl eher nicht sinnvoll.

      Maggi, den Zustand des Skalars kannst du selbst am besten einschätzen. Wenn das Tier noch jung und eher schwächlich ist, wäre eine Zufütterung natürlich ideal. Du hast so um den kleinen Skalar gekämpft, da würde ich die tolle Entwicklung nicht aufs Spiel setzen, dein ganzer Besatz ist ja noch eher jung.



      Hobby wrote:

      Füttere selbige 3 Tage vor Reisebeginn nicht mehr

      Jürgen, warum die Hungerphase noch länger machen als nötig?
      Sonst stimme ich Phil zu, nicht im letzten Moment vor der Abreise einen Wasserwechsel machen, lieber einen Tag frühe rund dafür in Ruhe die Funktion der ganzen Technik überprüfen.


      Micha, vielen Dank für den Link!
      Vielleicht wäre diese Diskussion auch besser in dem Thread aufgehoben, was meint ihr?
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Guten Tag miteinander.
      Nur mal so nebenbei, weil ich den Eindruck habe, ich bin hier zu lange nicht mehr anwesend gewesen:

      Maggi wrote:

      Zum Verstehen, augenblicklich herrscht hier Kriegsähnlicherzustand zwischen den Stockwerken

      Maggi wrote:

      zwischen den Stockwerken herrscht ein kleiner Krieg, ich werde sicherlich nicht die Fische killen lassen aus bösem Willen

      Maggi wrote:

      das Schwiegermonster scheidet definitiv aus

      Sina wrote:

      Hallo Phil,
      das kann man auch ordentlich formulieren statt "voll daneben"..... Da muss man nicht gleich so ausfallend werden. Hätte ich auch mit einem respektvollen Hinweis verstanden!

      Sina wrote:

      Brille vergessen Phil, weil du nicht lesen kannst was ich geschrieben habe? ICH WUSSTE ES NICHT!


      Wir sind hier nicht bei Facebook.

      Im übrigen:
      Threads zu diesem Thema:

      Pflegemaßnahmen vor einem beginnenden Urlaub

      Fischfutterautomaten

      Problem Fütterung während des Urlaubs

      Wir haben hier ne Suchfunktion. Sollte insbesondere ein Mod wissen. Ohne nachzudenken, find ich sofort 3 Threads, von Posts gar nicht zu reden, die dieses Thema mehr als durchgekaut haben.
      Wenn dann jemand "flapsig" zu schreiben beginnt, muß man sich nicht wundern. Wenn ich diese Frage zum zigsten Mal hör, steigt auch mir die Hutschnur, weil es 1: ermüdend ist, 2: frustierend, 3: respektlos den Schreibern die sich in den Posts davor die Mühe gemacht haben, ausführlich zu antworten, 4: ein Forum mit immer gleichen Threads stirbt.

      Als Letztes: Großschreibung = No Go, is überall so, da brauchts nichtmal eigene Regeln. Wir sind ein freundschaftlich kommunizierendes Forum.
      An dieser Stelle danke @pilsen für Deine immer direkte aber nie unhöfliche Art, so kennen wir Dich und schätzen Dich.
      Wegen einem einzigen flapsigen Wort eine eigene vollkommen OffTopic Diskussion mit 3 Posts zu starten, da zuck ich aus.
      Und Großschreiben darf hier nur ein Admin.
      Fertig.

      Post was edited 1 time, last by “THOR” ().

      Hallo Tom,

      nachdem der letzte Beitrag in diesem Thema über ein Jahr zurücklag, nehme ich mal an, dass die Suchfunktion verwendet. wurde.
      Wie gesagt stimme ich dir aber zu, dass diese Diskussion in einem der Threads, die sich spezifisch auf das Thema Fütterung während des Urlaubs beziehen, besser aufgehoben wäre.

      Nachdem es sich hier um einen spezifischeren Fall handelt (auch wenn das leider nicht ausreichend kommuniziert wurde), nämlich einem schwächelnden Jungskalar und Panzerwelsen als "Dauerfresser" (spannendes Thema, Phil, und definitiv eine Recherche wert), finde ich es auch völlig in Ordnung, hier noch nach ein paar Einschätzungen zu fragen.
      Schöne Grüße aus Wien

      Benni


      Pro kurzflossige Kampffische und Guppys. Kontra Zuchtformen und Hybriden. Schätzt und erhaltet die Artenvielfalt.
      Moin zusammen,

      hui, ist den Trubel gar nicht wert!

      Am Ende einer langen anstrengenden Woche nehme ich fast niemandem etwas krum und möchte auch nicht, dass es mir krum genommen wird, wenn ich etwas flapsig werde. Ehrlich gesagt war es auch gar nicht auf dich gemünzt, Sina.

      Inhaltlich bleib ich bei meiner Einschätzung, dass ich ein so behutsam mit allerlei Futtermitteln und viel Mühe aufgepäppeltes Tier dann nicht 6 Tage ohne Futter lasse. Es geht hier um DIESEN Einzelfall.

      Aber so ist es, jeder hat und macht ihre und seine Erfahrungen.

      In diese, Sinne!
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt
      Moinsen und wieder daheim.
      Alle Fische haben es überlebt, schauen bis auf 2 Skalare auch gut aus, der Hungerhaken frisst nun etwas Flocke, mehr habe ich nach 6 Tagen Hungerkur nicht angeboten, bekommen nur Krümelchen zum wieder Angewöhnen, wollte sie nicht zu sehr belasten.
      Die 2 erwähnten Skalare haben folgende Merkmale: Der Eine hat 3 Löcher am Kopf, aber nirgenda Schimmel, weisse Punkte etc., keine Ahnung was gewesen ist und einer hat 2 Hartstrahlen der Flosse am Rücken weiß.
      Da werde ich sicherlich behandeln müssen, fressen tun sie zur Zeit die Miniportionen gut.
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Hallo Maggi,

      leider keine schöne Begrüßung von deinen Lieblingen.
      Ich glaube, dass die Hungerphase zum Ausbruch einer latend vorhandenen Krankheit ( Flagellaten) geführt hat.
      Wenn es sich um solche Kopflöcher, wie im Link ersichtlich, handelt, dann solltest du handeln.
      Bevor du aber mit Medi vorgehst stabilisiere die Tiere bitte mit hochwertigen Lebendfutter(Enchyträen,weiße/rote Müla) und gehe, wie im Link beschrieben, schrittweise die Behandlung an.

      aquaristik-profi.com/fischkrankheiten/lochkrankheit/

      Viel Erfolg bei der Behandlung.
      Hi,
      Löcher sind immer Folgen von Stress der Fische oder Mangelerscheinung oder beides.
      Stressen kann die Fische alles, auch zu wenig Futter oder zu schlechtes Wasser, nicht nur zu wenig Platz oder zu rüpelige Zimmergenossen. Wenn ichs richtig verstanden habe, hattest du nur ganz wenig Wasser gewechselt und ein Tier war schon / noch geschwächt.
      Mach jetzt nen Wasserwechsel mit echten 2/3 Neuwasser, Futter so wie Jürgen gesagt hat, schmeiß Vitamine rein, vor allem Vitamin D is da wichtig (is aber glaub ihc eh in Multivitaminen drin) wegen dem Knorpelabbau und mach Salz rein, das verödet die Löcher, dann sollte das normalerweise erledigt sein.
      es gibt übrigens auch normale Salben aus der Humanmedizin, die wirken, aber bei kleinen FIschen is das schwierig aufzutragen. Nyacin glaub ich heisst das Zeug und brauchst du in dem Stadium sicher nicht.
      ICh kenn dein Wasser nicht aber wenn du etwas in den sauren Bereich kommst, schadets auch nicht. Wenn Du Torf, Erlen, Seemandelbaumzeug hast, freuen sich alle.
      Irgendwann wenn die Fische wieder stark sind, kannst du immer noch auf Darmparasiten behandeln. ich teile die verbreitete Meinung nicht, dass die Löcher von Darmparasiten kommen, sondern dass ein starker Fisch mit den paar Parasiten die er hat klarkommt, ein gestresster nicht mehr und dann fangen die Darmparasiten erst "zu wirken" an, weswegen dann vielleicht auch Löcher kommen.
      Hallo zusammen,

      um den Hinweis von @Sina zu konkretisieren, Bezug und Behandlung:
      diskuszucht-stendker.de/plugin…bei_der_Lochkrankheit.pdf

      Außerdem eine ausführliche Darlegung zur Lochkrankheit. Interessant auch der Hinweis unter dem Schwerpunkt "Infektion mit Bakterien".

      researchgate.net/profile/Manso…c0f8b08aed740cbb60f69.pdf
      Moinsen ihr Lieben,
      vielen Dank für die Ratschläge, ein Medikament vonm Aquarium Münster habe ich da.
      Wasser habe ich 50 % gewechselt vor dem Urlaub und der Schwächling ist so groß wie der nächst Kleinere, Mit Flossen hat er eine Höhe von gut 12 cm.
      Seemandelbaumblätter habe ich rein gegeben und Erlensud wird morgen ge"kocht".
      Montag wird ein großzügiger WW gemacht und dann salze ich mal wieder auf.
      Frage: Multisanostol habe ich da, wie gebe ich das ins Becken? Bei Frost- und Lebendfutter bleibt es nicht haften.
      Das Becken hat Netto 400 l, wie viel davon hineingeben?
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Moinsen Greg,
      daher habe ich das Gekocht inn Anführungszeichen gesetzt, ich koche das Wasser, dann lass ich es etwas abkühlen, gebe die Erlenzapfen hinein und lasse sie ziehen über 1 Stunde.So mache ich es auch beim Seemandelbaumsud. Kochen tötet ab, daher lasse ich ziehen, wie bei einem guten Tee.
      Liebe Grüße aus dem Norden
      Maggi :howlwink:
      Moin,

      es geht nicht um abtöten. Es ist auch nicht nötig das ziehen zu lassen.

      Hitze ist Energie. Wenn du einem System Energie zuführst, kann es schneller zu Reaktionen kommen.

      Huminstoffe bestehen aus vielen funktionellen Gruppen. In der Organik gibt es verschiedene Reaktionstypen, die bei Energiezufuhr ablaufen können.
      Unter anderem kommt es zu Kondensationsreaktionen, die den Polymerisationsgrad der Moleküle erhöhen.

      Durch heißes Wasser nimmst du den Huminstoffen ihre pharmazeutische Wirkung.
      Hallo Maggi,

      warum willst du unbedingt eine Medikamentenbehandlung beginnen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten bestehen?
      Außerdem hättest du umgehend einen großen WW, wie dir hier angeraten wurde, durchführen müssen.
      Ich habe den Eindruck, dass Links und die dort aufgeführten Hinweise zur Behandlung, nicht gelesen oder ignoriert werden.
      Was hat ein Vitaminprodukt aus der Humanmedizin im Aquarium zu suchen?
      Dies sind für Fische entwickelte Vitaminprodukte:

      aquaristikshop.com/aquaristik/…l-und-sonstiges/vitamine/

      Wenn du mit der vorher aufgezeigten Methode kein Erfolg hast, dann wende dieses Produkt an:

      aquaristikshop.com/aquaristik/eSHa-HEXAMITA/227011/
      Hallo Greg,

      du hast recht, dass wesentliche Bestandteile von SMBB und Erlenzäpfchen beim kochen(100°C) verloren gehen.
      Aber wenn z.b. SMBB geköchelt werden (70-80°C) verlieren sie in keiner Weise ihre Wirkung und ergeben einen allseits einsetzbaren Sud.

      Ich habe einmal eine Anleitung von Günter Wagenbrenner, einen in der Discusscene geschätzten Aquarianer, aus unseren Diskusforum kopiert.

      Alternative Krankheits-Behandlungen mit Seemandelbaumblätter.

      Man kann viel mehr mit den Blättern erreichen wenn man folgendes damit macht.

      Man
      nimmt 4 ca. 30 cm. Blätter u. 1,5 Ltr. Wasser, köcheln das ganze bei ca
      70°-80° (nicht kochen)so eine Stunde lang was dann einen dunklen Sud
      ergibt der für 300 - 400 Ltr Aquarien zugesetzt werden kann(Keimdruck
      senkend) eine Überdosierung ist nicht schädlich.

      Man kann auch
      einige Blätter ( 2 Blatt/100 Ltr.) mit einem Sauger an der Glasseite
      angebracht, gut gegen Laichverpilzung vorbeugen, erspart einem Chemie

      Wenn
      du 6 Blätter in einem Ltr. Wasser bei 70° / 80° köcheln lässt (eine
      Stunde) den Sud dann auf einen halben Ltr. einreduzieren lässt, die
      Blätter entnehmen 3 Esslöffel (Glatt gestrichen) Jodfreies Salz da zu
      gibst kannst du sehr gut damit einer Bakteriellen Befall (Diskus
      Seuche?) entgegen wirken, der ca halbe Liter Sud mit dem Salz ist für
      einen Quarantäne von 100 Ltr. Becken ausreichen, Der Sud Salz Gemisch
      soll 3 Tage lang im Becken bleiben, dann ca 50 % WW einen Tag später
      nochmals 50% wechseln.

      Wenn du den Sud von den 6 Blätter weiter
      einkochen lässt (den 1/2 Ltr. ohne Salz) bis auf ca 50-60 ml
      (Essenz)machst du in eine kleine Flasche mit Alu Folie umwickeln
      (lichtgeschützt) kann im Kühlschrank für einige Tage Gelagert werden.

      Wenn
      nun ein Diskus oder Skalar aber auch andere Fische eine Wunde hat oder
      Anzeichen von Löcher im Kopf (Lochkrankheit) wird der Fisch behutsam aus
      dem Becken gefangen, auf ein Feuchtes Tuch gelegt und mit einem
      Wattestäbchen die Wunde getrocknet ,dann mit einem NEUEN Stäbchen von
      der SMBB Essenz vorsichtig auf die Wunde tupfen bzw leicht einreiben.,
      lass dir dabei ruhig Zeit (keine Hektik) es schadet dem Fisch nicht wenn
      er eine Minute so auf dem feuchten abgedeckten Handtuch liegt, nur
      aufpassen das nicht in die Augen Tropft.

      Das ganze (je nach
      Starkem Befall) machst du bis zu 4 Tagen ,anschließend machst du einen
      50 % Wasserwechsel möglichst mit einer KH über 5 (sind mehr Mineralien
      vorhanden als in Wasser von 1 KH ) und dann wird der Rest von der SMBB
      Essenz dem Wasser zugegeben, das bleibt dann bis zum nächsten WW ca 1
      Woche im Becken du wirst sehen es dauert nicht lange und die Löcher
      verschwinden.
      Zur Stärkung kann man noch das Futter mit Mineralien,, Aufpeppen,,

      Achtung
      der Sud sollte nicht länger wie 10-14 Tagen kühl(dunkel) gelagert
      werden da er sonst anfängt zu Flocken, deshalb nicht auf Vorrat Sud
      herstellen lieber frisch zubereiten.


      Die Alneitung von Günter ist eine gute Grundlage für die Behandlung aller gehaltenen Fische in den Aquarien und ersetzt so manche Chemiekeule!!
      Hier findet Maggi auch eine weitere Behandlungsart von Kopflöchern ohne Medis.
      Hallo Jürgen,

      genau nach dieser Anleitung habe ich auch schon einen Sud hergestellt.
      Was bei meinen Tieren damals auch positiv angeschlagen hat :!:
      Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest.
      Tu sie jetzt :!:

      viele Grüße
      Bernd
      Moin,

      es ist egal, ob das Wasser geköchelt oder gekocht wird; Hitze fungiert als Aktivierungsenergie für chemische Reaktionen.

      Bei hohen Temperaturen werden Kohlenstoffdioxid, Kohlensäure, Wasser und andere kleine Moleküle abgespalten im Zuge von Veresterungen und anderen Kondensationsreaktionen.

      Das erhöht den Polymerisationsgrad und es entstehen höher molekulare Verbindungen.

      Die Wirkung der Huminstoffe geht nur teilweise verloren, denn Huminstoffe besitzen eine Vielzahl von pharmazeutischen Wirkungen.
      Bei hochmolekularen Huminstoffen findet man vor allem (Poly-)Phenole als funktionelle Gruppe. Phenole wirken zwar antiviral (z. T. auch antibakteriell), aber das ist nur ein Wirkungsmechanismus.

      Unter Zeit, Druck und Temperatur werden Huminstoffe auch im Boden abiologisch polymerisiert, sodass in tieferen Humusschichten kaum noch Kohlenhydrate zu finden sind, da diese bereits mikrobiell abgebaut wurden, und die Huminstoffe mehr Dalton aufweisen.


      Das Kochen eines Suds bringt pharmazeutisch gesehen keinen Mehrwert, eher im Gegenteil.
      Du stellst ein Konzentrat her, das eine stärkere Färbung hat.

      Auch das von dir beschriebene Betupfen mit dem Konzentrat hilft wenig. Salz gehört nicht in die Wunde, sondern in das Aquarienwasser. Zur Wirkung von Salz habe ich vor einigen Tagen etwas geschrieben.


      Auch wenn man das Konzentrat verwendet, wird man eine positive Wirkung feststellen, keine Frage. Es ist auch schwierig diesen "positiven Effekt", den man beobachtet, quantitativ zu messen und dann zu vergleichen.

      Die Chemiekeule würde ich übrigens eher den Huminstoffen zuschreiben, wenn man sich mal anschaut was da alles drin ist. Gegen zielgerichtete Medikamente gibt es nichts einzuwenden. Letztendlich ist alles Chemie. Ob industriell/synthetisch gefertigt oder in der Natur gewachsen, ist der einzige Unterschied.