Der Smaragd-Buntbarsch, Hypselecara temporalis

      Der Smaragd-Buntbarsch, Hypselecara temporalis

      Hallo zusammen,
      eine weitere Fischart die wir in Peru fangen konnten.

      Das wir hier am Quebrada Zaragoza auf den Smaragd-Buntbarsch stießen war absehbar, Hypselecara temporalis (Günther, 1862) hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet.
      Vom Amazonas Becken über Französisch Guyana bis zum Orinoco, dem Rio Branco, Rio Tocantins sowie dem Rio Xingu und einigen Küstenflüssen, wie Amapas und Oiapock gibt es die, auch Rotgrüner Buntbarsch genannten Tiere.

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      Der Stamm der Guarani bezeichnet Buntbarsche mit dem Wort „Acara“, kein Wunder also das ich ein Buntbarschfreund geworden bin (Aquarienverein Acara Helmstedt).
      Die Fische erreichen etwa 33 Zentimeter Länge, wobei die Weibchen mit ungefähr 25 Zentimeter deutlich kleiner sind als ausgewachsene männliche Hypselecara.
      Alte Männchen sind auch viel Hochrückiger als Weibchen und bilden häufig einen richtigen Stirnbuckel aus. Stimmungsabhängig bilden die Tiere verschiedene Zeichnungsmuster aus. Schwarze Längsbänder oder Flecken auf den Flanken und eine insgesamt kräftigere oder weniger kräftige Färbung wird je nach Zustand der Tiere ausgeprägt.
      Während der Paarungszeit und dem führen der Jungtiere gehören dann leuchtend rote Augen dazu.

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      Ihre natürliche Nahrung besteht wohl hauptsächlich aus Wasserinsekten, Garnelen und ähnlichen Lebewesen.
      Die Gattung Hypselecara wurde 1986 von Sven Oscar Kullander für zwei Arten aufgestellt die ursprünglich zur Gattung Cichlasoma gehörten.
      Mit der Typusart Hypselecara temporalis zusammen, besteht die Gattung nur noch aus der zweiten Art, Hypselecara coryphaenoides (Heckel, 1840).
      Es sind Offenbrüter die bevorzugt an schrägen oder senkrechten Stellen ablaichen.
      Weibchen bewachen dabei die Eier und Larven, befächeln und kontrollieren ununterbrochen den Laich.

      Die Männchen verteidigen eher das Revier. Die frisch geschlüpften Larven werden manchmal in kleine Gruben umgebettet, die die Alttiere vorher anlegen. Später führen beide Alttiere gemeinsam den Schwarm, in der Nacht sammeln sich alle Jungtiere am Boden, beide Buntbarsche stellen sich dann schützend darüber (Aquarienbeobachtung).
      Junge Hypselecara wachsen sehr schnell ab, innerhalb eines Jahres können sie eine Gesamtlänge von 15 Zentimeter erreichen und sind dann Geschlechtsreif.
      Viele Grüße, Apisto...
      Mensch Swen .... :love:

      Meine absoluten Lieblingsbuntbarsche unter den südamerikanischen Cichliden,
      zusammen mit meinen Guianacara geayi und den Hoplarchus psitaccus (die ich leider noch nie hatte) ......
      Besonders die roten Tomaten :)
      Für mich sind die Tomaten zusammen mit den Heros die Fische, die die allerengste Paarbildung haben (wie man an den Fotos sieht ^^ ),
      die kleben echt permanent aneinander, noch einen Tick mehr als die Heros.
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      Fettklöpse.... wenn ich das wieder schon hör :cursing: dafür werd ich ab demnächst Verwarnungen aussprechen. Fettklöpse und Fettstirne werden sie nur, wenn man sie so einseitig schlecht und fett mästet wie BiG das gemacht hat, himmelnocheins. :00008862:
      Grün (=Smaragdbuntbarsch) > Xingu
      Rot (=Tomaten) > Oyapoque
      Lilagrüngelbrotbuntverwaschenhässlich > Peru
      Schwarzbraungrauverwaschenhässlich > H. coryphaenoides > Amazonas, Orinoko, Aguaro

      Vermeintliche Schlafmützen. Sind Salmler oder anderes oberes bis mittlelschwimmendes Kleinzeugs drin, mutieren sie zu Minotauren und innerhalb einer Stunde hast du nix mehr im Becken ausser Fleischfetzen, also Vorsicht.
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      Nabend Zusammen,

      Mit Fettklops meinste doch nicht unseren Chefe.... Phil oder..... duckundwech.... nur Spaß ;)
      Einer meiner Lieblingsfische in der roten Oyapockform zusammen mit Geophagus Sven und L-welse
      Das ist so mein Traumbesatz :)

      @THOR wieder mal sauber kurz präzisere Erklärt !! Alleine die Farbbezeichnung erste Sahne
      -> die Perubeschreibung musste ich dreimal lesen.... hab noch feuchte Augen

      LG Micha
      Tu,was du kannst,
      mit dem, was du hast,
      wo immer du bist.

      Th. Roosevelt
      Moin Tom,
      danke für deine Ausführungen,

      THOR wrote:


      Vermeintliche Schlafmützen. Sind Salmler oder anderes oberes bis mittlelschwimmendes Kleinzeugs drin, mutieren sie zu Minotauren und innerhalb einer Stunde hast du nix mehr im Becken ausser Fleischfetzen, also Vorsicht.


      Hmmm,
      auf meine vier 9cm Kirschflecksalmler kann ich nur schwer verzichten. Beim Anostomus muss ich wahrscheinlich eher keine Angst haben?

      Handelt es sicht bei den H. temporalis um Sensibelchen? Oder können die mit innerartlicher Aggression umgehen und halten auch dem Druck anderer Fische statt. Ich spreche von Geophagus und Aequidens - da ist 'Druck' ja relativ...

      Die Xingu-Variante sieht zumindest auf dem Foto am schönsten aus. Als Jungtiere erkennt man die Art ja kaum wieder...
      Liebe Grüße Phil
      Da kann ich nichts dazu sagen, Phil. Müsstest du vielleicht mal den @klauss fragen, der ja Notfall-Hypsen mit Salmlern vergesellschaftet hat, was dabei dann rausgekommen ist .

      Geos und Aequidens stressen die Hypsen sicher nicht, da herrscht eher totales Desinteresse.
      Innerartlich verkriecht sich ein gemobbtes Tier, dann wird es auch in Ruhe gelassen. Kümmert dann aber schon richtig vor sich hin.

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      Hypselecara tempora